Autofahrer kommt in Polizeikontrolle, dann muss er mehr als 8000 Euro zahlen!

Erfurt - Da staunten die Beamten nicht schlecht! Bei einer Polizeikontrolle auf dem Parkplatz Willroder Forst auf der A4 entdeckte die Erfurter Polizei hinter der Sonnenblende eines Autofahrers (38) 32.000 Euro.

Die Polizei kontrollierte auf der A4 bei Erfurt einen 38-Jährigen Polen. Er hatte 32.000 Euro in seinem Auto gebunkert (Symbolbild).
Die Polizei kontrollierte auf der A4 bei Erfurt einen 38-Jährigen Polen. Er hatte 32.000 Euro in seinem Auto gebunkert (Symbolbild).  © 123rf/Bjoern Wylezich

Der 38-Jährige gab bei der Kontrolle zunächst an, dass er auf dem Weg von Polen nach Rheinland-Pfalz sei. Anschließend befragten die Beamten den Polen, ob er verbotene Gegenstände oder Bargeld dabei habe - er verneinte.

Dann erzählte der Autofahrer den Beamten, dass er auf dem Weg nach Rheinland-Pfalz sei, um dort einen Oldtimer abzuholen, für den er im Vorfeld bereits 3000 Euro angezahlt hatte. Das machte die Beamten stutzig, sie kontrollierten das Auto und fanden die 32.000 Euro hinter der Sonnenblende, gebündelt in 50 Euro Scheinen.

Da der 38-Jährige die große Summe an Bargeld nicht angab, muss er nun 8400 Euro Strafe zahlen.

Wie die Polizei mitteilt, fand der Vorfall bereits Anfang Februar statt. Der Pole habe die Geldstrafe mittlerweile beglichen, heißt es.

Mehr als 10.000 Euro Bargeld müssen angemeldet werden

Einfach mal so mit mehr als 10.000 Euro durch Europa fahren? Das sollte unbedingt angemeldet werden, sonst droht Ärger!

Wer nämlich mit Bargeld von 10.000 Euro oder mehr aus einem Mitgliedstaat der Europäischen Union nach Deutschland einreist oder aus Deutschland in einen Mitgliedstaat der EU ausreist, muss diesen Betrag schriftlich anmelden. Dazu gibt es im Netz Vordrucke, die elektronisch oder handschriftlich ausfüllen sind. 

Bei einer Zollkontrolle muss das Bargeld zusätzlich mündlich gegenüber den Beamten angegeben werden.

Wer dies nicht tut, muss mit einer empfindlichen Geldstrafe rechnen. Diese kann sogar bis in den sechsstelligen Bereich gehen: "Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu einer Million Euro geahndet werden", mahnt ein Sprecher der Polizei.

Titelfoto: 123rf/Bjoern Wylezich

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