18 Flüchtlinge aus griechischen Lagern kommen in Thüringen unter

Erfurt/Suhl - Erste Flüchtlinge aus den überfüllten Lagern in Griechenland sind am Freitag in Deutschland mit einem Flugzeug gelandet. Unter den 83 Menschen sind laut Bundesinnenministerium 17 kranke Kinder und ein Jugendlicher, die von Angehörigen begleitet werden (TAG24 berichtete). Für 18 der Neuankömmlinge ging es per Bus von einem hessischen Flughafen weiter nach Thüringen. 

Die Flüchtlinge werden in zunächst in der Landeserstaufnahme in Suhl untergebracht.
Die Flüchtlinge werden in zunächst in der Landeserstaufnahme in Suhl untergebracht.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Es handle sich um vier Familien. 

"Wir wollen ihnen ein ruhiges Ankommen und möglichst viel Privatsphäre ermöglichen, damit sie sich nach der Flucht, der Zeit in den Lagern und der Aufregung um die Weiterreise nach Deutschland sammeln können", so Thüringens Migrationsminister Dirk Adams (52, Grüne). Die kranken Kinder sollten schnellstmöglich in fachmedizinische Behandlung kommen. "Wir hoffen, den aufgenommenen Familien hier ein neues Zuhause und eine Perspektive geben zu können."

In Suhl werden die Familien nach Angaben des Migrationsministeriums zunächst in der Landeserstaufnahme untergebracht werden. 

Die Einrichtung sei entsprechend vorbereitet. In Suhl sollen die Kinder zunächst untersucht werden und dann in Krankenhäuser kommen. Ihre Familien sollten möglichst in der Nähe der Kliniken untergebracht werden.

Zunächst war von insgesamt 26 Geflüchteten die Rede gewesen, die nach Thüringen gebracht werden sollten. Das Ministerium hatte allerdings im Vorfeld betont, dass sich die Zahl kurzfristig ändern könne. Ursprünglich hätten 106 Menschen am Freitag nach Deutschland reisen sollen. 23 von ihnen konnten aus medizinischen Gründen nicht ausreisen und sollen mit einem der nächsten Flüge nachkommen, so die Angaben des Bundesinnenministeriums.

Insgesamt werden die Neuankömmlinge auf neun Bundesländer verteilt. Die Familien seien schon vor Abflug auf das Corona-Virus getestet worden, hieß es.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema Thüringen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0