Gedenkstätte Buchenwald: Ausflügler missbrauchen Gelände zum Rodeln

Weimar - Ausflügler haben das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald nahe Weimar zum Schlittenfahren benutzt. Die Stiftung der Gedenkstätte kritisiert das Verhalten.

Blick auf den Eingang des KZ Buchenwald: Rodler nutzten das Gelände nahe Weimar zum Schlittenfahren.
Blick auf den Eingang des KZ Buchenwald: Rodler nutzten das Gelände nahe Weimar zum Schlittenfahren.  © Mario Gentzel/dpa-Zentralbild/dpa

Nach Angaben der Stiftung hatten Rodler in den vergangenen Tagen die Mahnmalsanlage am Südhang des Ettersbergs für Wintersportaktivitäten genutzt. Einige nutzten demnach auch ihre Schlitten, um zwischen und in den Massengräbern zu rodeln.

Die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora kritisierten das Verhalten und erklärten, das sportliche Aktivitäten eine Störung der Totenruhe sind. Außerdem reagierten und sie mit entsprechenden Maßnahmen.

Ein Sicherheitsdienst soll den Ort vor weiteren Rodel-Attacken schützen. "Verstöße gegen die Besucherordnung können wir an diesem Ort nicht dulden", schreibt die Stiftung auf ihrer Internetseite.

Im Bereich des Mahmals waren vor und nach der Befreiung des nationalsozialistischen Konzentrationslagers am 11. April 1945 mehrere Tausend Tote des Lagers begraben worden.

"Für die Winterzeit bitten wir die Besucherinnen und Besucher der Mahnmalsanlage um ein Verhalten, das der Würde des Ortes angemessen ist", heißt es in der Mitteilung weiter.

Das Mahnmal ist der Friedhof der Opfer. Rund 56.000 Menschen wurden während der NS-Zeit in der Gedenkstätte getötet.

Titelfoto: Mario Gentzel/dpa-Zentralbild/dpa

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