Grund zur Freude? Thüringen hat jetzt mehr Geimpfte als Corona-Infizierte

Erfurt - In Thüringen gibt es inzwischen mehr Menschen die gegen das Coronavirus geimpft sind, als bislang infiziert waren.

Eine Frau wird gegen Covid-19 geimpft. Die Zahl der gegen Corona Geimpften hat die Anzahl der Infizierten überholt.
Eine Frau wird gegen Covid-19 geimpft. Die Zahl der gegen Corona Geimpften hat die Anzahl der Infizierten überholt.  © Michael Reichel/dpa-Zentralbild/dpa

Im Freistaat sind bislang rund 71.000 Menschen gegen Corona geimpft worden. Wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte, haben 26.000 davon auch schon die Zweitimpfung erhalten.

Damit seien nun bereits mehr Menschen gegen Corona geimpft worden, als seit Beginn der Pandemie an Infizierten gezählt wurden. Deren Zahl summierte sich seit März 2020 auf etwas über 69.000.

"Auch, wenn wir noch lange nicht am Ziel sind: Das ist ein Grund zur Freude", kommentierte Gesundheitsministerin Heike Werner (51, Linke) die Zahlen. Thüringen liege bei der Zahl der Impfungen mit 3,3 je 100 000 Einwohner den Angaben zufolge inzwischen über dem Bundesschnitt. "Das zeigt, unsere Strategie funktioniert und wir liegen richtig."

Freier Impfstoff von AstraZeneca für schnellen Termin noch vorhanden

Wie Werner weiter sagte, gebe es für den Astrazeneca-Impfstoff noch freie Termine. Alle Impfinteressierten unter 65 Jahren, die der höchsten Priorisierungsstufe angehören, hätten kurzfristig die Chance auf eine Impfung.

Das sind vor allem Beschäftigte in der Pflege, in Krankenhäusern und in Rettungsdiensten. Die Ständige Impfkommission hat das Serum in Deutschland nur für unter 65-Jährige empfohlen.

Die Impfstoffe von Biontech und Moderna werden zunächst auch weiter vorrangig in den Pflegeeinrichtungen und Impfstellen an die über 80-Jährigen vergeben. Die höchst verletzlichen Gruppen zu schützen, habe weitere oberste Priorität, heißt es in der Mitteilung.

Allerdings können für diese Vakzine (Biontech und Moderna) aktuell noch keine neuen Termine angeboten werden, so die Erklärung.

Titelfoto: Michael Reichel/dpa-Zentralbild/dpa

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