Hunderte Fälle von Corona-Mutationen in Thüringen nachgewiesen: Dunkelziffer deutlich höher

Erfurt - Die Virus-Varianten werden in Thüringen immer dominanter.

"Schluss mit dem Lockdown!" steht auf dem Plakat an einem Schaufenster in der Erfurter Altstadt. Trotz der hohen Infektionszahlen in Thüringen wollen Einzelhändler wieder ihre Geschäfte öffnen.
"Schluss mit dem Lockdown!" steht auf dem Plakat an einem Schaufenster in der Erfurter Altstadt. Trotz der hohen Infektionszahlen in Thüringen wollen Einzelhändler wieder ihre Geschäfte öffnen.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Im Freistaat sind inzwischen Hunderte Fälle von wahrscheinlich ansteckenderen Varianten des Coronavirus nachgewiesen worden.

719 dieser Mutanten wurden durch spezifische PCR-Tests oder durch Auslesen des genetischen Codes - eine sogenannte Sequenzierung - festgestellt, wie die Staatskanzlei am Donnerstag mitteilte.

Am häufigsten ist die Virusvariante vertreten, die zuerst in Großbritannien beobachtet wurde. Hier wurden bislang 644 Fälle den Angaben zufolge nachgewiesen.

Bei acht Infektionen wurde die von Südafrika aus verbreitete Mutante entdeckt, in mindestens einem Fall die brasilianische Version. In 64 Fällen ist noch nicht klar, um welche Variante es sich handelt.

Die Dunkelziffer bei kursierenden Mutanten dürfte höher ausfallen, da nicht alle Abstriche darauf untersucht werden.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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