Jetzt wird's teuer für Ungeimpfte in Thüringen: Ende der kostenlosen Corona-Tests

Erfurt - Die Zeit der kostenlosen Corona-Schnelltests ist bald vorbei. Was bedeutet das in Thüringen für Testzentren, Apotheken und den Geldbeutel der Getesteten?

Wer nicht geimpft ist und trotzdem in Clubs, Kinos oder Theater gehen möchte, muss sich in Zukunft kostenpflichtig vorher testen lassen. (Symbolfoto)
Wer nicht geimpft ist und trotzdem in Clubs, Kinos oder Theater gehen möchte, muss sich in Zukunft kostenpflichtig vorher testen lassen. (Symbolfoto)  © Peter Kneffel/dpa

Am Montag (11. Oktober) tritt die neue Bundes-Testverordnung in Kraft. Von da an müssen die meisten Menschen den Schnelltest aus eigener Tasche bezahlen. Ausnahmen gelten bis zum Jahresende unter anderem für Menschen unter 18 und Schwangere. Was heißt das für Thüringen?

Testzentren: In zahlreichen Kommunen sind in den vergangenen Monaten öffentliche Testzentren eingerichtet worden. Nach den Impffortschritten wurden diese Angebote teilweise schon zurückgefahren.

Jetzt stellt etwa auch die Stadtverwaltung Wurzbach im Saale-Orla-Kreis ihr Testangebot ein, wie das Landratsamt mitteilte. Die Stadt Suhl will ihr Testzentrum hingegen unter den veränderten Bedingungen vorerst weiterbetreiben.

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Kosten: Ein Schnelltest kostet nach Angaben von Thomas Olejnik, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Thüringer Apothekerverbandes, im Schnitt zwischen 15 und 20 Euro. Der Preis könne allerdings von Apotheke zu Apotheke variieren.

Schnelltests und 3G: Bei der 3G-Regel, mit der etwa Betreiber von Kinos, Clubs oder Theatern den Zugang auf Geimpfte, Genesene und Getestete beschränken können, nützen Schnelltests nichts. Nach der aktuellen Thüringer Corona-Verordnung ist hier ein als zuverlässig geltender PCR-Test oder ein vergleichbarer Test nötig. Das ist deutlich teurer.

Corona-Impfung: Die schützende Alternative zu teuren Tests

Alternativen zu kostenpflichtigen Tests: Die Covid-19-Impfung, zu der Ärzte und mehrere Gesundheitspolitiker dringend raten, ist kostenlos. Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (52, Linke) pocht dabei auf Freiwilligkeit. Die Menschen könnten sich entscheiden zwischen Impfung oder Test.

"Wer sich nicht impfen lassen möchte, kann dies frei entscheiden, muss dann aber eben auf andere Weise zum Schutz der Gemeinschaft beitragen", erklärte Werner.

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

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