Lehrer in Thüringen dürfen ihren Impfstatus weiter geheim halten

Erfurt - In bestimmten Bereichen darf der Impfstatus von Beschäftigten abgefragt werden – das sieht eine neue Regel vor. Thüringen will an Schulen vorerst keinen Gebrauch davon machen. Im Landtag gehen die Meinungen dazu auseinander.

Geimpft oder ungeimpft? Diese Frage müssen Lehrerinnen und Lehrer in Thüringen weiterhin nicht beantworten. (Archivbild)
Geimpft oder ungeimpft? Diese Frage müssen Lehrerinnen und Lehrer in Thüringen weiterhin nicht beantworten. (Archivbild)  © Julian Stratenschulte/dpa

Nachdem der Bund grünes Licht für die Abfrage des Impfstatus unter anderem an Schulen und Kitas gegeben hat, will das Thüringer Bildungsministerium vorerst keinen Gebrauch davon machen.

"Wir gehen nach den Erfahrungen des Frühjahrs, als Pädagoginnen und Pädagogen frühzeitig Impfangebote erhielten und diese auch stark nachgefragt hatten, wie auch aufgrund punktueller Rückmeldungen aus den Schulen und Schulämtern von einer hohen Impfquote unter Schulpersonal aus", sagte ein Sprecher des Thüringer Bildungsministeriums der Deutschen Presse-Agentur.

Der Freistaat sei Dienstherr von Lehrern, Horterziehern und sonderpädagogischen Fachkräften an staatlichen Schulen. "Für diese Personengruppe hat bisher keine zentrale Abfrage des Impfstatus stattgefunden."

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Bereits Mitte September war eine Neuregelung des Bundes in Kraft getreten, die in bestimmten Bereichen eine Impfstatus-Abfrage bei Beschäftigten erlaubt – unter anderem in Schulen und Kindergärten.

Das Bildungsministerium wies darauf hin, dass ab Warnstufe 3 auch in Schulen eine 3G-Regelung greife: Wer nicht geimpft ist oder als genesen gilt, muss sich testen lassen. "Bisher ist keine 2G-Pflicht für Lehrkräfte vorgesehen", so der Sprecher. 2G steht für geimpft oder genesen.

Die Grünen-Fraktionschefin Astrid Rothe-Beinlich (47) sprach sich dafür aus, den Impfstatus von Lehrern abzufragen. Der bildungspolitische Sprecher der Thüringer CDU-Fraktion, Christian Tischner (40) hingegen sieht eine Impfstatus-Abfrage kritisch.

Titelfoto: Julian Stratenschulte/dpa

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