"Lehrer und Schüler werden Gefahren ausgesetzt": Philologenverband fordert besseren Corona-Schutz

Erfurt - Ab Montag geht Thüringen - wie ganz Deutschland - in den zweiten Lockdown. Viele Unternehmen und Einrichtungen müssen für den kompletten November wieder dicht machen. Schulen und Kitas bleiben dagegen offen. Der Thüringer Philologenverband verlangt deshalb einen besseren Corona-Schutz in den Schulen und Kindergärten.

Schüler schauen auf eine Tafel. (Symbolbild)
Schüler schauen auf eine Tafel. (Symbolbild)  © Martin Schutt/ZB/dpa

Es sei unverständlich, dass das Bildungsministerium die sogenannte Ampel unabhängig vom allgemeinen Infektionsgeschehen in der Region auf Grün lassen wolle, teilte der Verband am Freitag in Erfurt mit. 

"Lehrer und Schüler werden in der Schule Gefahren ausgesetzt, die andernorts mit empfindlichen Bußgeldern geahndet werden", erklärte Heike Schimke, die Vorsitzende des Thüringer Philologenverbandes.

Dass sich Lehrer und Schüler, die zur Risikogruppe gehören, in Kreisen mit einer hohen Zahl von Ansteckungen auf Antrag vom Präsenzunterricht befreien lassen können, reicht nach Auffassung der Philologen als Gesundheitsschutz nicht aus. 

Bei einem Wert von über 50 Infektionen je 100.000 Einwohner in einer Woche müssten die Klassen wieder geteilt werden. Dabei gelte es zu beachten, dass jüngere Schüler so viel Präsenzunterricht wie möglich erhalten. Ältere Schüler könnten den Distanzunterricht effektiver nutzen.

Thüringen hat zur Bekämpfung ein sogenanntes Stufenkonzept an Schulen und Kindergärten eingeführt. Grün bedeutet Regelbetrieb. Bei Gelb gelten erste Einschränkungen, zum Beispiel abwechselnder Unterricht in der Schule und zu Hause. Rot bedeutet in der Regel, dass betroffene Einrichtungen schließen müssen (TAG24 berichtete).

Titelfoto: Martin Schutt/ZB/dpa

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