Corona-Hotspot Nummer eins in Deutschland: Virus im Landkreis Hildburghausen außer Kontrolle

Hildburghausen - Das Infektionsgeschehen in der Corona-Pandemie hat im Landkreis Hildburghausen einen besorgniserregenden Höchststand erreicht.

Der Landkreis Hildburghausen ist Corona-Hotspot Nummer Eins in ganz Deutschland.
Der Landkreis Hildburghausen ist Corona-Hotspot Nummer Eins in ganz Deutschland.  © NEWS5 / Ittig

Am Montagmorgen stieg die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz auf 396 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) ist das der höchste Wert in ganz Deutschland - ein trauriger Rekord.

Hinter den Südthüringern befindet sich der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von etwa 387 auf Rang zwei.

Angesichts der dramatischen Entwicklung mahnten Thüringer Politiker eindringlich, die aktuell geltenden Infektionsschutzregeln einzuhalten.

Hildburghausens Landrat Thomas Müller (CDU) geht sogar noch einen Schritt weiter und fordert unter anderem die Schließung von allen Schulen und Kitas im Landkreis Hildburghausen.

"Wir müssen härter ran", sagte der Politiker und rechnet in den nächsten Tagen mit einem noch schlimmeren Anstieg. Für den kommenden Mittwoch prognostizierte er eine Inzidenz von 460 Neuninfektionen auf 100.000 Einwohner.

Der Landkreis Hildburghausen stehe derzeit mit Ministerpräsident Bodo Ramelow (64, Linke) in Kontakt und möchte eine neue Allgemeinverordnung mit noch härteren Maßnahmen nach Erfurt senden, erklärte Müller.

Die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie in Thüringen registrierten Corona-Infektionen stieg im Vergleich zum Vortag um 192 auf 13.740. Schätzungen zufolge gelten 9340 der Fälle als genesen. Die Zahl der Gestorbenen, bei denen das Virus nachgewiesen wurde, lag am Montagmorgen demnach im Freistaat bei 296.

Titelfoto: NEWS5 / Ittig

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