Lehrerverband für 14 Tage Test- und Maskenpflicht nach Schulferien

Von Stefan Hantzschmann

Erfurt - Der Vorsitzende des Thüringer Lehrerverbands, Rolf Busch, hat eine 14-tägige Test- und Maskenpflicht im Unterricht nach den Sommerferien in den Schulen gefordert.

Rolf Busch, Vorsitzender des Thüringer Lehrerverbandes fordert nach den Sommerferien eine 14-tägige Test- und Maskenpflicht im Unterricht. (Symbolbild)
Rolf Busch, Vorsitzender des Thüringer Lehrerverbandes fordert nach den Sommerferien eine 14-tägige Test- und Maskenpflicht im Unterricht. (Symbolbild)  © Matthias Balk/dpa

Auch als Laie könne man erkennen, dass im Falle einer vierten Welle mit Corona-Infektionen wahrscheinlich vor allem die Schulen betroffen sein würden, weil dort noch wenige Schüler geimpft seien und bestimmte Altersgruppen noch gar nicht geimpft werden könnten.

"Wenn wir die Schulen offen halten wollen, brauchen wir mindestens die ersten 14 Tage nach der Ferien- und Urlaubszeit eine Test- und Maskenpflicht", sagte Busch der Deutschen Presse-Agentur.

Er bedauere, dass die Testpflicht an den Schulen wenige Wochen vor den Ferien in ein Testangebot umgewandelt worden sei. Die Infektionszahlen rechtfertigten eine Abschaffung der Tests an den Schulen im Moment. Mit der Lösung eines Testangebots sei aber nichts gewonnen.

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Die Testpflicht habe eine gewisse Sicherheit in die Schulen gebracht. "Wenn ich diese Sicherheit will und das Impfen sie noch nicht bringen kann, kann ich nur testen und eine Maske tragen", sagte Busch.

Bildungsminister Helmut Holter (68, Linke) hatte die Testpflicht an Thüringer Schulen Anfang Juli abgeschafft, was aus vielen Richtungen kritisiert wurde. Sogar die Fraktion seiner eigenen Partei hatte empfohlen, den Schritt noch einmal zu überdenken. Auch von den Koalitionspartnern Grüne und der SPD kommt anhaltende Kritik an dem Vorgehen.

Holter hatte seine Entscheidung damit begründet, dass künftig wieder alle Schüler in die Schulen gehen sollen. Es habe etwa 1500 Testverweigerer gegeben. Die Testpflicht hatte diese vom Präsenzunterricht ausgeschlossen, weil es ein Betretungsverbot für alle gab, die sich nicht testen lassen wollten.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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