Musikschulen hoffen auf Unterstützung

Altenburg/Erfurt/Sonneberg/Weimar - Private und kommunale Musikschulen werden nach Einschätzung von Verbänden noch viele Monate mit den Folgen des Lockdowns zu kämpfen haben.

Die Musikschulen waren fast zehn Monate geschlossen. Bis die Schülerzahlen wieder den Stand der Vorjahre erreichen, wird es dauern. (Symbolbild)
Die Musikschulen waren fast zehn Monate geschlossen. Bis die Schülerzahlen wieder den Stand der Vorjahre erreichen, wird es dauern. (Symbolbild)  © picture alliance / dpa

"Aus wirtschaftlicher Sicht war die bis zu zehn Monate dauernde Schließung für alle dramatisch", sagte der Thüringer Landesvertreter im Bundesverband freier Musikschulen (BDFM), Stefan Räsch. "Mit einer flächendeckenden Pleitewelle rechnen wir trotz allem nicht."

Die meisten Schulen hätten aus eigener Kraft geschafft, den Lockdown zu überstehen. Bis die Schülerzahlen wieder den Stand der Vorjahre erreichten, werde aber mindestens ein Jahr vergehen.

Auch die öffentlichen Musikschulen verzeichnen laut der Geschäftsführerin des Landesverbands Thüringen im Verband deutscher Musikschulen (VDM), Romy Kopmann, Einnahmeausfälle durch teils verstärkte Abmeldungen und weniger Anmeldungen, durch Unterrichtsausfälle oder Gebührenrückerstattungen.

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Private und öffentliche Musikschulen hoffen nun auf eine zügige Umsetzung des geplanten Musikschulgesetzes, das neben einer direkten finanziellen Förderung auch Mechanismen zur staatlichen Anerkennung von Musikschulen vorsieht.

In Thüringen gibt es dem VDM zufolge aktuell 25 kommunale Musikschulen, laut Schätzungen des BDFM liegt die Zahl der privaten Schulen bei etwa 30 Einrichtungen. Hinzu kommt eine unbekannte Zahl eigenständiger Musiklehrerinnen und Musiklehrer.

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