Petition eingereicht: Oberbürgermeister fordert die Schließung des Flüchtlingsheims in Suhl

Suhl - Diebstähle, Einbrüche, Vandalismus: Bewohner der Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl macht seit Jahren Probleme. Jetzt soll die Unterkunft geschlossen werden, fordern Anwohner und der Bürgermeister der Stadt in einer Petition.

Wird die Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl geschlossen?
Wird die Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl geschlossen?  © Michael Reichel/dpa-Zentralbild/dpa

Das Schreiben erreichte bis zum heutigen Montag 1264 digitale Unterschriften - benötigt werden 1500. Wird diese Zahl erreicht, muss sich der Petitionsausschuss des Thüringer Landtags mit der Problemunterkunft für Flüchtlinge im Freistaat auseinandersetzen.

Eingereicht wurde das Papier nicht etwa von Bürgerinnen und Bürgern, sondern von Suhls Oberbürgermeister Andrè Knapp (47, CDU). In der Petition fordert der 47-Jährige die Schließung des Flüchtlingsheims.

Seit Jahren gibt es immer wieder Probleme. Vor allen in der näheren Umgebung, den anliegenden Wohngebieten und in der Innenstadt häufen sich Einbrüche und Diebstähle, aber auch Sachbeschädigungen und Vandalismus werden registriert - verübt von Bewohnern.

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"Als Oberbürgermeister bin ich aufgefordert worden, angesichts der hohen und steigenden Anzahl von strafbewährten Delikten in Suhl, die durch einen kleinen Teil der Bewohner der Erstaufnahmeeinrichtung seit Jahren verursacht werden, nunmehr unverzüglich Abhilfe für diese unhaltbaren Zustände durch Schließung der Erstaufnahmeeinrichtung zu schaffen", begründet Knapp die Petition.

Der CDU-Politiker schreibt weiter, dass der Betreiber der Einrichtung es nicht schafft eine für Bürger und Bewohner sichere Betreibung der Unterkunft zu gewährleisten. Er sehe deshalb keine andere Möglichkeit, sich der Forderung der Schließung des Flüchtlingheims anzuschließen.

Die Beschwerde kann noch bis August unterzeichnet werden. Danach muss sich der Petitionsausschuss des Thüringer Landtags mit dem Papier beschäftigen. Der Ausschuss kann daraufhin der Landesregierung eine Empfehlung aussprechen, die Unterkunft zu schließen. Die Entscheidung dies selbst zu tun, obliegt ihm nicht.

Titelfoto: Michael Reichel/dpa-Zentralbild/dpa

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