Corona-Kritiker treffen sich zu einem "Hygienespaziergang" in Weimar

Weimar - Bei zwei Versammlungen in Weimar ist es zu Auseinandersetzungen und Körperverletzungen gekommen.

Blick auf das Deutsche Nationaltheater mit dem Goethe-Schiller Denkmal in Weimar. In der Kulturstadt trafen sich etwa hundert Kritiker der Corona-Maßnahmen zu einem Hygienespaziergang. (Archivbild)
Blick auf das Deutsche Nationaltheater mit dem Goethe-Schiller Denkmal in Weimar. In der Kulturstadt trafen sich etwa hundert Kritiker der Corona-Maßnahmen zu einem Hygienespaziergang. (Archivbild)  © Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

Wie ein Sprecher der Polizei am Dienstag mitteilte, hatten sich etwa Hundert Kritiker der Corona-Maßnahmen am Montagabend zu einem sogenannten Hygienespaziergang in der Innenstadt versammelt.

Unter den Teilnehmenden soll es laut den Beamten mehrere Verstöße gegen die Versammlungsauflagen wie dem Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gekommen sein.

Eine Gegendemonstration mit rund 400 Teilnehmenden stellte sich den Virus-Skeptikern entgegen. Laut Polizei - die war mit einem Großaufgebot vor Ort war - gab es bei Auseinandersetzungen mehrere Körperverletzungsdelikte, insgesamt wurden vier Anzeigen gestellt.

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Immer wieder montags demonstrieren rund 100 Menschen gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Die Beamten sind nun den Angaben eines Sprechers zufolge wegen der Organisation weiterer Demos - und der damit einhergehenden Gefahr weiterer Eskalationen - mit der Stadt Weimar im Gespräch.

Auch in Sömmerda kam es am Montag zu einem Protest gegen die bestehenden Pandemie-Regeln. Am Abend versammelten sich etwa 60 Personen vor dem städtischen Rathaus.

Abstandsregeln seien jedoch eingehalten worden und sei zu keinerlei Störungen gekommen, heißt es.

Titelfoto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

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