Thüringen nun offiziell die schlimmste Corona-Region in ganz Deutschland

Erfurt - Auf diese Leistung wird man im Freistaat nicht stolz sein: Thüringen hat Sachsen als Bundesland mit den meisten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche abgelöst.

Ein Polizeifahrzeug fährt durch die Fußgängerzone im Stadt-Zentrum von Jena. Aufgrund der hohen Fallzahlen gelten in vielen Thüringer Regionen verschärfte Regeln.
Ein Polizeifahrzeug fährt durch die Fußgängerzone im Stadt-Zentrum von Jena. Aufgrund der hohen Fallzahlen gelten in vielen Thüringer Regionen verschärfte Regeln.  © Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

Das Berliner Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Mittwoch (Stand 0 Uhr) einen Sieben-Tage-Wert von 324,2 neuen Fällen. In Sachsen, das wochenlang vor Thüringen rangierte, lag die Inzidenz am Mittwoch bei rund 304,4 Infektionen.

Bundesweit größter Corona-Hotspot ist der thüringische Landkreis Saalfeld-Rudolstadt. Laut RKI gab es dort in den vergangenen sieben Tagen rund 600 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Platz zwei belegt der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (534,2).

Auch die Kreise Altenburger Land (473,2), Hildburghausen (454,1), Saale-Orla (449,5) und Unstrut-Hainich (414,7) gehören zu den zehn bundesweit am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Landkreisen in diesem Zeitraum.

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Insgesamt wurden in Thüringen von Dienstag zu Mittwoch 1216 Neuinfektionen und 59 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gemeldet.

Darin können auch Nachmeldungen enthalten sein, weil um den Jahreswechsel herum Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Die Gesamtzahl der Infizierten in Thüringen seit Pandemiebeginn im vergangenen März erhöhte sich auf 53.527, die der Todesfälle auf 1468. Insgesamt 202 Erkrankte wurden am Mittwoch auf Intensivstationen in Thüringens Kliniken behandelt. Als genesen gelten rund 40.000 Menschen.

Titelfoto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

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