Thüringer Landkreis reißt Corona-Schwellenwert: Kommen jetzt härtere Einschränkungen?

Hildburghausen - Im ersten Landkreis in Thüringen drohen angesichts der sich wieder verschärfenden Corona-Situation wieder strengere Einschränkungen - zum Beispiel bei Veranstaltungen und Test-Regelungen.

Der Landkreis Hildburghausen ist eine Corona-Problemregion. Dort gibt es die niedrigste Impfquote im Freistaat hat der Landkreis einen weiteren kritischen Schwellenwert gerissen. (Archivbild)
Der Landkreis Hildburghausen ist eine Corona-Problemregion. Dort gibt es die niedrigste Impfquote im Freistaat hat der Landkreis einen weiteren kritischen Schwellenwert gerissen. (Archivbild)  © Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

Im Kreis Hildburghausen, der seit sechs Tagen über dem Inzidenz-Schwellenwert von 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner liegt, wurde am heutigen Freitag erstmals auch der mit entscheidende Wert bei Krankenhauseinweisungen wegen oder mit Corona überschritten, wie aus einer Übersicht des Thüringer Gesundheitsministeriums hervorgeht.

Die wöchentliche Inzidenz der Krankenhausfälle je 100.000 Einwohner lag hier am heutigen Freitag bei 6,4, wie aus einer Übersicht des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Als Schwellenwert bei dieser sogenannten Hospitalisierungs-Inzidenz gilt in Thüringen die Marke von vier.

Sollte dieser Wert drei Tage hintereinander überschritten werden, muss der Landkreis nach den Thüringer Corona-Regelungen gegensteuern.

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Der Corona-Krisenstab des Landkreises habe deshalb bereits getagt, teilte das Landratsamt am Freitag mit. Bei einer anhaltenden Überschreitung des Wertes greifen unter anderem strengere Testpflichten beim Besuch von Gaststätten, Fitnessstudios und Schwimmbädern und Saunen.

Bei privaten und öffentlichen Veranstaltungen droht eine Begrenzung der Teilnehmerzahlen.

Reiserückkehrer und Kitas sorgen für Anstieg

Der Inzidenzwert bei Neuinfektionen in dem schon in vorangegangenen Pandemiewellen schwer betroffenen Landkreis wurde am Freitag mit 57,5 angegeben.

Für den aktuellen Anstieg sind laut Landratsamt vor allem drei Kindertagesstätten und Reiserückkehrer verantwortlich. 94,5 Prozent der Neuinfizierten seien nicht geimpft.

Der Kreis Hildburghausen weist in Thüringen die niedrigste Corona-Impfquote auf: Vollständig geimpft waren zu Wochenbeginn 41 Prozent der Menschen, die erste Spritze hatten 42,3 Prozent.

Titelfoto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

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