Zahlen bestätigen: Mega-Lockdown sorgte für massiven Einbruch im Thüringer Tourismus

Erfurt - Der monatelange Corona-Lockdown hat dem Tourismus in Thüringen erheblich zugesetzt.

Während des Lockdowns waren in Thüringen Unterkünfte für Privatreisende geschlossen. Dies führte zu einem erheblichen wirtschaftlichen Einbruch. (Symbolfoto)
Während des Lockdowns waren in Thüringen Unterkünfte für Privatreisende geschlossen. Dies führte zu einem erheblichen wirtschaftlichen Einbruch. (Symbolfoto)  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Hotels und Pensionen zählten in der ersten Jahreshälfte 423.000 Gäste und damit nur etwa halb so viele (minus 52,3 Prozent) wie im Vorjahreszeitraum, der ebenfalls von der Pandemie beeinflusst worden war. Das geht aus Zahlen des Statistischen Landesamtes in Erfurt hervor.

Die Zahl der gebuchten Übernachtungen sank demnach um 36,2 Prozent auf rund 1,6 Millionen. Die Gäste blieben im Schnitt 3,8 Tage - quasi einen Kurzurlaub lang. Im Vorjahreszeitraum lag die durchschnittliche Aufenthaltsdauer nur bei 2,8 Tagen.

Im Winter und Frühjahr hatte es Einschränkungen und Auflagen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gegeben, von denen die Gastronomie und das Hotelgewerbe stark getroffen wurden. Das Landesamt verwies darauf, dass sich die jeweils geltenden Reisebeschränkungen in der ersten Jahreshälfte 2020 und 2021 jedoch deutlich unterschieden.

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Um die durch die Corona-Pandemie bedingten Verluste deutlich zu machen, verglichen die Statistiker die Daten von 2021 mit denen im ersten Halbjahr 2019.

Im Vergleich dazu sei die Zahl der Gäste sogar um 77,1 Prozent oder 1,4 Millionen zurückgegangen. Bei den Übernachtungen betrage das Minus 65,4 Prozent oder 3,0 Millionen Buchungen. Besonders schwierig war die Situation in der ersten Jahreshälfte 2021 für die Hotels im wichtigen Reiseziel Thüringer Wald, in dem Wintersportler und Ski-Urlauber eine große Rolle spielen.

Der Rückgang bei den Übernachtungen betrug dort 45,5 Prozent oder 512.000 im Vergleich zur ersten Hälfte 2020, errechneten die Statistiker.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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