Mehr Geld: Mitarbeiter der Arbeitsagentur Gera und Stadt Jena verweigern ihre Arbeit

Jena/Gera - In der Auseinandersetzung um mehr Geld im öffentlichen Dienst sind die Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit in Gera sowie der Stadt Jena in einen eintägigen Warnstreik getreten.

Ein Mann geht an dem Logo der Agentur für Arbeit vorbei. (Symbolbild)
Ein Mann geht an dem Logo der Agentur für Arbeit vorbei. (Symbolbild)  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Etwa 70 Menschen hatten sich nach Angaben der Gewerkschaft Verdi am Mittwochvormittag bei strömendem Regen vor dem Jenaer Rathaus zu einer Kundgebung eingefunden.

Von dem Streik sind auch die kommunalen Kindergärten in Jena betroffen. Drei von ihnen seien geschlossen, drei eingeschränkt geöffnet und vier regulär, sagte ein Stadtsprecher. 

Wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich an der Arbeitsniederlegung beteiligten, könne noch nicht gesagt werden. In den "relevanten Bereichen" wie dem Gesundheitsamt werde der Betrieb aber aufrecht erhalten, heißt es.

Mit den Warnstreiks will Verdi den Druck auf die Arbeitgeber in den laufenden Verhandlungen für Beschäftigte im Öffentlichen Dienst bei den Kommunen und im Bund erhöhen. 

Die Gewerkschaft und der Beamtenbund dbb fordern für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten eine Lohnsteigerung von 4,8 Prozent für ein Jahr. 

Dabei sollen die Gehälter um mindestens 150 Euro pro Monat steigen, Azubis sollen 100 Euro mehr bekommen.

Zwei Gesprächsrunden brachten bislang kein Ergebnis. Am 22. und 23. Oktober soll weiterverhandelt werden.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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