Nach den Ferien zurück in die Schule? Eltern und Schüler fordern viel Präsenzunterricht

Erfurt - Trotz der in großen Teilen Thüringens sehr hohen Corona-Infektionszahlen plädieren Schüler- und Elternvertreter gegen flächendeckende Schulschließungen nach dem Ende der Osterferien. "Das A und O muss sein, möglichst viel Präsenzangebote sicherzustellen", sagte der stellvertretende Landeselternsprecher für die Thüringer Gymnasien, Roul Rommeiß, der Deutschen Presse-Agentur.

Noch sind Ferien in Thüringen, aber wie geht es danach weiter? Eltern und Schülervertreter setzen sich für Präsenzunterricht ein. (Symbolbild)
Noch sind Ferien in Thüringen, aber wie geht es danach weiter? Eltern und Schülervertreter setzen sich für Präsenzunterricht ein. (Symbolbild)  © Marijan Murat/dpa

Zwar dürfe es Unterricht in den Schulen nicht um jeden Preis geben. Doch die Anwendung strenger Hygienekonzepte und Schulschließungen in den am schwersten von der Pandemie betroffenen Kreisen seien besser als landesweite Schulschließungen. Ähnlich äußerte sich der Landesschülersprecher für die Gymnasien, Leon Schwalbe.

Schwalbe sagte, besser als die Schulen in ganz Thüringen zu schließen, sei es, auf Wechselunterricht zu setzen und den Präsenzunterricht in Landkreisen oder kreisfreien Städten mit besonders hohen Corona-Inzidenzen auszusetzen.

Aus Sicht der Schülervertretung war es ein Fehler, die Entscheidungshoheit über lokale Schulschließungen wieder vom Land auf die Kommunen zu übertragen. Es sei besser, wenn der Freistaat über lokale Schulschließungen entscheide.

Rommeiß sagte dagegen, nach seiner Einschätzung habe es sich bewährt, dass die Kommunen in Thüringen nun wieder über Schulschließungen entscheiden. An diesem Donnerstag wollen die Länder auf einer Kultusministerkonferenz über das Vorgehen an den Schulen unter Pandemiebedingungen in den nächsten Wochen beraten.

Um möglichst viel Präsenzunterricht nach dem Ende der Osterferien in dieser Woche sicherzustellen, sei es wichtig, an den Schulen konsequent zu testen, sagte Schwalbe. Bisher gebe es beim Testen noch zu große Unterschiede zwischen einzelnen Schulen.

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

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