Nach Körperverletzungs-Vorwürfen: Maßnahmenkatalog für Waldorfschule Weimar

Weimar - Der Bund der Freien Waldorfschulen (BdFWS) und die Waldorfschule Weimar haben sich auf einen mehrteiligen Maßnahmenkatalog zur Aufarbeitung ungelöster innerschulischer Konflikte geeinigt.

Im Dezember wurden Vorwürfe gegen die Waldorfschule Weimar bekannt, wo es unter anderem um Körperverletzung ging. Nun wurde ein Maßnahmenkatalog zur Aufarbeitung ungelöster innerschulischer Konflikte erarbeitet. (Symbolbild)
Im Dezember wurden Vorwürfe gegen die Waldorfschule Weimar bekannt, wo es unter anderem um Körperverletzung ging. Nun wurde ein Maßnahmenkatalog zur Aufarbeitung ungelöster innerschulischer Konflikte erarbeitet. (Symbolbild)  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

"Die jetzt getroffenen Vereinbarungen dienten allesamt dem Ziel, strukturell sicherzustellen, dass sich solche Vorfälle in Zukunft nicht wiederholen und dass es bei eventuellen Übergriffen klar beschriebene und transparente Verfahren zu deren Aufarbeitung gibt", teilte der BdFWS mit.

Im Dezember vergangenen Jahres wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Erfurt Vorwürfen gegen Lehrer der Freien Waldorfschule Weimar nachgeht. Bei den Vorwürfen ging es damals unter anderem um Körperverletzung.

"Wir bedauern diese Vorfälle zutiefst", sagte der Sprecher und Vorstandsmitglied des Bundes, Henning Kullak-Ublick. Gewaltanwendung sei mit der Waldorfpädagogik "in keiner Form" vereinbar.

Die Umsetzung aller getroffenen Vereinbarungen bis Ende Mai sei die Voraussetzung, ein vom Vorstand des BdFWS Anfang März eingeleitetes Ausschlussverfahren aus dem Verband abzuwenden. Zuvor berichtete der Mitteldeutsche Rundfunk.

Titelfoto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

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