Nach Öffnungstermin für Friseure: Termine gehen weg wie warme Semmeln

Erfurt - Nach der Entscheidung, dass Friseursalons am 1. März wieder öffnen können, hat in Thüringen ein Ansturm auf Termine eingesetzt.

Friseursalons werden nach ihrer Wiedereröffnung jede Menge Kunden empfangen. (Symbolbild)
Friseursalons werden nach ihrer Wiedereröffnung jede Menge Kunden empfangen. (Symbolbild)  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB

In vielen Betrieben, die seit Mitte Dezember geschlossen sind, seien Anrufbeantworter oder Rufumleitungen geschaltet, sagte die Landesinnungsmeisterin Sybille Hain am Donnerstag auf Anfrage in Erfurt. "Alle wollen arbeiten."

Wie nach dem Lockdown im Frühjahr 2020 würden sich viele Friseure wegen des Runs auf Termine auf lange Arbeitstage nach der Wiedereröffnung einrichten.

In die Freude über einen jetzt feststehenden Öffnungstermin mische sich in Thüringen aber auch Enttäuschung, dass sich Ministerpräsident Bodo Ramelow (64, Linke) mit seinem Stufenplan bei den Bund-Länder-Verhandlungen nicht durchsetzen konnte, betonte Hain.

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Nach dem Stufenplan wäre eine Öffnung des Salons in Thüringen bereits am 20. Februar möglich gewesen. Neben den Existenzsorgen vieler Friseure bezeichnete die Landesinnungsmeisterin zunehmende Schwarzarbeit in der Branche als großes Problem. "Eigentlich hat man mit der langen Schließung das Gegenteil von dem erreicht, was bezweckt war".

Bei Schwarzarbeit würden keine Kontaktformulare ausgefüllt und strenge Hygienevorschriften eingehalten, erklärte sie.

Titelfoto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB

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