Neues Gesetz sieht Beratungsstelle für Prostituierte vor

Erfurt - Der Landtag hat mit großer Mehrheit ein Prostituiertenschutzgesetz für Thüringen beschlossen.

Der Thüringer Landtag hat ein Prostituiertenschutzgesetz beschlossen. Neu ist, dass sich Prostituierte in den Kommunen anmelden müssen und nicht nur beim Landesverwaltungsamt. (Symbolbild)
Der Thüringer Landtag hat ein Prostituiertenschutzgesetz beschlossen. Neu ist, dass sich Prostituierte in den Kommunen anmelden müssen und nicht nur beim Landesverwaltungsamt. (Symbolbild)  © Andreas Arnold/dpa

Dem Gesetz, das unter anderem die Einrichtung einer dauerhaften Beratungsstelle für Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter vorsieht, stimmten am Donnerstag Linke, SPD, Grüne, CDU und FDP zu. Die AfD-Fraktion enthielt sich.

Neu ist künftig auch, dass sich Prostituierte in den Kommunen anmelden sollen und nicht mehr nur beim Landesverwaltungsamt in Weimar.

Das Land gewähre Verwaltungskostenfreiheit für das Anmeldeverfahren, das Prostituierte regelmäßig durchlaufen müssten und ersetze den Kommunen die Kosten, sagte Innenminister Georg Maier (54, SPD).

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Dadurch solle erreicht werden, dass sich Prostituierte anmelden und Beratung in Anspruch nehmen und nicht in eine Grauzone gedrängt würden.

Die Linke-Abgeordnete Karola Stange bezifferte die Zahl der Sexarbeitenden in Thüringen auf etwa 500 - davon seien 350 angemeldet, die Dunkelziffer sei 150. Die AfD-Fraktion ging dagegen von weit über 1000 Prostituierten im Freistaat aus.

Thüringen hat damit wie andere Bundesländer bereits das Bundesprostituiertenschutzgesetz aufgegriffen und eigene Regelungen getroffen.

Titelfoto: Andreas Arnold/dpa

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