Riesiger Krater: Zehn Jahre nach dem Erdfall von Schmalkalden

Schmalkalden - Zehn Jahre nach dem spektakulären Erdfall von Schmalkalden in Südthüringen ist die Erde am Ort des Geschehens noch nicht wieder komplett zur Ruhe gekommen.

Blick auf den riesigen Krater. (Archiv)
Blick auf den riesigen Krater. (Archiv)  © Wolfgang Benkert/dpa-Zentralbild/dpa

 "Es ist immer noch eine leichte Senkung im Erdfallumfeld messbar", sagte Sven Schmidt, Geologe beim Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz, der Deutschen Presse-Agentur (dpa). 

Am frühen Morgen des 1. November 2010 hatte sich in einem Schmalkaldener Wohngebiet mit Einfamilien- und Reihenhäusern unvermittelt ein Krater aufgetan, der rasch auf rund 30 Meter Durchmesser anwuchs. 

Er verschluckte ein Auto, Garagenteile und ein Stück Garten. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Experten stellten anschließend als Ursache einen natürlichen Erdfall fest, ausgelöst durch einen unterirdischen Hohlraum.

An der Stelle wurde danach ein Beobachtungs- und Frühwarnsystem am verfüllten Krater installiert, das kleinste Erdbewegungen erfasst.

In Thüringen gelten 60 Prozent der Landesfläche als erdfallgefährdet, das ist ein bundesweiter Spitzenwert.

Titelfoto: Wolfgang Benkert/dpa-Zentralbild/dpa

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