Opel trifft Entscheidung! Verunsicherung am Standort Eisenach

Eisenach - Opel gehört zu den großen Industrie-Arbeitgebern in Thüringen. Entscheidungen des Unternehmens, wie jetzt eine zeitweilige Produktionsverlegung, sorgen deshalb schnell für Aufregung. 

Blick auf das Opelwerk in Eisenach.
Blick auf das Opelwerk in Eisenach.  © Michael Reichel/dpa

Der Autobauer Opel verlegt die Produktion der Hybrid-Varianten des Stadtgeländewagens Grandland X vorübergehend von Eisenach ins französische Sochaux. Entsprechende Angaben der Stadt Eisenach bestätigte ein Unternehmenssprecher am Sonntag auf Anfrage in Rüsselsheim. 

Die Entscheidung sorge in Eisenach für Unsicherheit und habe Wellen geschlagen, erklärte Eisenachs Oberbürgermeisterin Katja Wolf (44, Linke). Sie appellierte nach Angaben der Stadtverwaltung an Opel, keine Entscheidungen zu treffen, die das Vertrauen in das Unternehmen beschädigten.

Produktion soll ab Januar wieder nach Eisenach zurückkehren

Nach Opel-Angaben sind die Vorbereitungen auf die zweite Schicht in Eisenach der Grund für die vorübergehende Produktionsverlagerung. Prozesse und Fertigungsvolumen würden optimiert. 

Spätestens Anfang kommenden Jahres würden auch die elektrifizierten Versionen des Kompakt-SUVs wieder in Eisenach vom Band rollen, erklärte der Unternehmenssprecher.

Opel hatte in den vergangenen Wochen mehrfach bekräftigt, dass die zweite Schicht in diesem Herbst in dem Thüringer Werk eingeführt werden solle. Dort werden rund 1400 Arbeitnehmer beschäftigt. 

Das Werk, dessen Auslastung in der Vergangenheit stark schwankte, war von Kleinwagen auf den Grandland zunächst mit klassischen Antrieben umgestellt worden. Dann folgte auch eine Hybrid-Variante.

"Wir erwarten, dass die Hybrid-Modelle ab Januar wieder im Eisenacher Werk gefertigt werden. Wir haben gutes Personal", sagte Oberbürgermeisterin Wolf.

Opel teilte zudem mit, dass Kurzarbeit als Reaktion auf die Corona-Krise voraussichtlich bis Ende 2021 verlängert wird - vorbehaltlich der Zustimmung der Arbeitsagentur. Neben der Möglichkeit von Kurzarbeit will der Autobauer unter anderem sein Programm zur Altersteilzeit auch für Beschäftigte des Jahrgangs 1964 öffnen, heißt es.

Titelfoto: Michael Reichel/dpa

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