Das sagt MP Ramelow zur Ost-Förderung durch die EU

Erfurt - Für Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (64, Linke) sind die für Ostdeutschland ausgehandelten 650 Millionen Euro an EU-Sonderzahlungen ein Erfolg.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (64, Linke) ist zufrieden mit den ausgehandelten EU-Zahlungen.
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (64, Linke) ist zufrieden mit den ausgehandelten EU-Zahlungen.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) habe bei den schwierigen Verhandlungen zum EU-Finanzrahmen für den Zeitraum 2021 bis Ende 2027 Wort gehalten und die besonderen Bedingungen der ostdeutschen Bundesländer in die Waagschale gelegt. "Das rechne ich der Kanzlerin hoch an", sagte Ramelow der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. "Ich habe, was die künftige EU-Förderung betrifft, schlimme Befürchtungen gehabt."

Die EU-Zahlungen in den kommenden Jahren seien immer wieder Thema auch bei den Treffen der Ost-Ministerpräsidenten mit Merkel gewesen. Dass Ostdeutschland weniger Geld aus Brüssel bekomme als in den Förderzeiträumen davor, sei ohnehin klar gewesen, sagte Ramelow.

Nach dem Verhandlungsergebnis sei es nun an den ostdeutschen Ländern, ihre Hausaufgaben zu machen, sagte Thüringens Regierungschef. "Es liegt an uns, Projekte vorzulegen, die mit Geld von der EU gefördert werden können." Die Landesregierung habe sich damit bereits am Dienstag befasst. Das Spektrum reiche von der Stabilisierung ländlicher Gebiete über Gesundheitsvorsorge bis hin zur Digitalisierung.

Die 650 Millionen Euro für Ostdeutschland sollen aus dem EU-Strukturfonds für sogenannte Übergangsregionen kommen und sind dafür gedacht, Entwicklungsunterschiede zu verringern.

Viele Jahre lang waren die ostdeutschen Bundesländer mit Priorität gefördert worden und hatten seit der Wiedervereinigung Milliardenbeträge aus Brüssel erhalten, um wirtschaftlich aufzuschließen.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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