Fehler oder nicht? Das sagt MP Ramelow zu den Corona-Lockerungen

Erfurt - Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (65, Linke) hat kurz vor den Bund-Länder-Beratungen die Corona-Lockerungen der vergangenen Wochen gerechtfertigt.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (65, Linke) hat am Montag die Corona-Lockerungen der vergangene Wochen verteidigt: "Sie waren kein Fehler".
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (65, Linke) hat am Montag die Corona-Lockerungen der vergangene Wochen verteidigt: "Sie waren kein Fehler".  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

"Sie waren kein Fehler, sondern sie folgen der Logik, dass wir ausprobieren wollen, was geht, was nicht geht", sagte er am Montagmorgen im Deutschlandfunk. Angesichts steigender Infektionszahlen müsse nun aber verschärft werden.

"Das heißt, es muss darum gehen, dass das, was wir seit einigen Tagen erleben, nämlich den deutlichen Anstieg des Infektionsgeschehens, dass es an dieser Stelle jetzt ein Eingreifen geben muss", betonte Ramelow. "Wir sind in der Dritten Welle".

Ramelows Bundesland, Thüringen, ist seit Wochen stark von der Pandemie betroffen. "Wir sind seit mehreren Wochen immer genau doppelt so hoch wie der Durchschnitt der Bundesrepublik", sagte er. Dementsprechend schwierig sei es mit den Lockerungen seit der Bund-Länder-Runde am 3. März gewesen.

"Wir haben in Thüringen diesen Weg gar nicht mitmachen dürfen, weil wir zu diesem Zeitpunkt schon viel zu hoch mit der Infektion gelegen haben".

Die in einem aktuellen Beschlussentwurf zur Bund-Länder-Beratung beschriebene mögliche Verschärfung der Corona-Notbremse befürwortete der Ministerpräsident.

Angesprochen auf eine mögliche nächtliche Ausgangsbeschränkung sagte er, dass diese in Thüringen "immer noch ein Teil der Auflagen" im Fall stark steigender Infektionszahlen sei.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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