Thüringen gibt Millionen von Euros aus, damit Flüchtlinge Deutsch lernen können

Erfurt - Thüringen hat für landeseigene Deutsch-Kurse für Flüchtlinge in den vergangenen Jahren mehrere Millionen Euro ausgegeben.

Flüchtlinge aus Syrien lernen in einem Bildungszentrum Erfurt in einem 320-stündigen Einstiegskurs die deutsche Sprache. Bis 2020 konnte rund 7500 Migranten die deutsche Sprache näher gebracht werden. (Archivbild)
Flüchtlinge aus Syrien lernen in einem Bildungszentrum Erfurt in einem 320-stündigen Einstiegskurs die deutsche Sprache. Bis 2020 konnte rund 7500 Migranten die deutsche Sprache näher gebracht werden. (Archivbild)  © arifoto UG/dpa-Zentralbild/dpa

Um die sogenannten Start-Deutsch-Kurse zu ermöglichen, hat der Freistaat nach Angaben des Migrationsministeriums zwischen 2016 und 2020 etwa 6,4 Millionen Euro an die Volkshochschulen gezahlt.

Im laufenden Jahr seien dafür etwa zwei Millionen Euro bewilligt worden, sagte ein Ministeriumssprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Von den Kursen hätten Tausende Menschen profitiert, die sonst keinen unmittelbaren Anspruch auf Sprachunterricht gehabt hätten. Die große Nachfrage spreche für den Erfolg.

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Thüringen Schlange in Müllsack am Straßenrand gefunden

Bis 2020 sei so etwa 7500 Menschen die deutsche Sprache näher gebracht worden. Allerdings sind nach Angaben des Ministeriums mittlerweile Corona-bedingt sowohl die Kurs-, als auch die Teilnehmerzahlen im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen.

Das Landesprogramm "Start Deutsch" war 2016 aufgelegt und in die Trägerschaft des Thüringer Volkshochschulverbandes gegeben worden. Migranten können damit Sprachkurse belegen, die sie auf die Leistungsniveaus A1, A2 und B1 bringen sollen.

Die Kurse stehen Geflüchteten offen, die nicht an einem vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) bezahlten Integrationskurs teilnehmen dürfen.

Titelfoto: arifoto UG/dpa-Zentralbild/dpa

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