Gnadenfrist für Ungeimpfte: 2G-Regel kommt (noch) nicht in Thüringen

Erfurt - Das Thüringer Gesundheitsministerium prüft in der Corona-Pandemie weiterhin die Einführung einer 2G-Regelung für bestimmte Bereiche, will diese aber noch nicht in die kommende Verordnung aufnehmen.

In Thüringen ist es vorerst noch keine 2G-Regel geben. In Städten wie Hamburg wird dieses Modell bereits angewendet.
In Thüringen ist es vorerst noch keine 2G-Regel geben. In Städten wie Hamburg wird dieses Modell bereits angewendet.  © Axel Heimken/dpa

"Sobald die Prüfung der offenen Fragen abgeschlossen ist, kann eine weitere Anpassung der Verordnung erfolgen", heißt es aus dem Ressort. Demnach werde es in der neuen geplanten Verordnung, die Ende der Woche verkündet werden soll, noch keine 2G-Regel geben. Zuvor hatte die "Thüringer Allgemeine" darüber berichtet.

Umgesetzt ist in Thüringen für bestimmte Bereiche und Warnstufen bereits eine 3G-Regel, wonach zum Beispiel bei der Warnstufe eins nur noch Menschen Zutritt zum Innenbereich einer Gaststätte haben sollen, die geimpft, getestet oder von dem Coronavirus genesen sind.

2G bedeutet, dass in bestimmten Situationen auch ein negativer Corona-Test nicht mehr ausreichen würde und nur noch Geimpften und Getesteten bestimmte Dinge erlaubt wären.

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Zu dem Thema laufen laut dem Gesundheitsministerium derzeit umfangreiche Abstimmungen. So werde unter anderem geprüft, "inwiefern bei einer Anwendung des 2G-Modells die AHA-Regeln gelockert werden können, also ob beispielsweise dann auf den Mindestabstand verzichtet werden kann, aber trotzdem weiterhin Maske getragen wird", so das Ministerium.

Dazu werte man aktuell Studien zum Ansteckungsrisiko von Geimpften aus. Außerdem stimme man sich mit Branchenverbänden ab. Deren Ideen seien zum Teil sehr unterschiedlich.

"In jedem Fall ist die Frage zu klären, wie mit Personen umgegangen wird, die sich nicht impfen lassen können, also insbesondere Kinder", heißt es aus dem Ressort.

Titelfoto: Axel Heimken/dpa

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