Hans-Georg Maaßen beklagt "Dämonisierung" seiner Person

Erfurt/Suhl - Nach dem Aufruf der Grünen, in Südthüringen den SPD-Kandidaten Frank Ullrich (63) zu wählen, hat Gegenkandidat Hans-Georg Maaßen (58, CDU) eine Dämonisierung seiner Person beklagt.

Ex-Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen (58, CDU) wettert gegen die Grünen und die SPD. Er beklagt sich über eine Dämonisierung seiner Person.
Ex-Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen (58, CDU) wettert gegen die Grünen und die SPD. Er beklagt sich über eine Dämonisierung seiner Person.  © Michael Reichel/dpa

"SPD und Grüne dämonisieren mich als Person und weigern sich, sich mit meinen Positionen inhaltlich auseinanderzusetzen", sagte der frühere Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz der Deutschen Presse-Agentur am Samstag.

Maaßen und Ullrich konkurrieren bei der Bundestagswahl am 26. September im selben südthüringer Wahlkreis um die Erststimmen.

Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner (44) hatte zuvor empfohlen, im Wahlkreis 196 Maaßens Kontrahenten, den Olympiasieger und früheren Biathlon-Bundestrainer Ullrich, mit der Erststimme zu wählen - um Maaßen zu verhindern - und die Zweitstimme den Grünen zu geben.

2G-Regel: Ungeimpfte vom Erfurter Weihnachtsmarkt ausgeschlossen
Thüringen Politik 2G-Regel: Ungeimpfte vom Erfurter Weihnachtsmarkt ausgeschlossen

Ein Votum für Ullrich schütze "die Demokratie und verhindert, dass eine nach rechtsaußen offene Stimme in den Bundestag einzieht", hatte Kellner den Zeitungen der Funke Mediengruppe gesagt.

Maaßen über Ullrich: "Er steht für weitere Massenmigration, Genderpolitik und Staatsbankrott"

Frank Ullrich (63) ist SPD-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl in Südthüringen.
Frank Ullrich (63) ist SPD-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl in Südthüringen.  © Bodo Schackow/dpa

In Maaßens und Ullrichs Wahlkreis kämpfen unter anderem auch die frühere Thüringer Grünen-Chefin Stephanie Erben (50) und der ehemalige Vize-Bezirksvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Sandro Witt (40, Linke), um ein Direktmandat.

Erbens Chancen auf das Direktmandat werden dabei vielfach als eher gering eingestuft. Als Favoriten gelten Ullrich und Maaßen.

Maaßen griff Ullrich hart an: Der SPD-Kandidat stehe für "weitere Massenmigration, Genderpolitik und Staatsbankrott", sagte Maaßen der dpa. Die Kandidatur des früheren Verfassungsschutzchefs ist umstritten - unter anderem wegen seiner Haltung zur Flüchtlingspolitik der Bundesregierung.

Tragischer Unfall: Rentner verliert die Kontrolle - seine Frau stirbt
Thüringen Unfall Tragischer Unfall: Rentner verliert die Kontrolle - seine Frau stirbt

Auch große Teile der Union kritisierten Maaßens Kandidatur. Die schleswig-holsteinische Bildungsministerin Karin Prien (56, CDU), die Mitglied von Unionskanzlerkandidat Armin Laschets (60) Zukunftsteam ist, hatte vor wenigen Tagen bei einem TV-Auftritt indirekt dafür geworben, Maaßen nicht zu wählen.

Auf die Frage, ob sie Maaßen wählen würde, wenn sie in dessen Wahlkreis leben würde, sagte Prien: "Ich sag mal so, ich bin von Leistungssportlern immer wieder fasziniert."

Titelfoto: Michael Reichel/dpa

Mehr zum Thema Thüringen Politik: