Thüringen will kurzfristig 200 Flüchtlinge aus Griechenland aufnehmen

Erfurt - Thüringens Migrationsminister Dirk Adams (Grüne) will dem Bundesinnenministerium anbieten, kurzfristig bis zu 200 Flüchtlinge, die derzeit auf griechischen Inseln verharren, aufzunehmen. 
Thüringens Migrationsminister Dirk Adams (Grüne).
Thüringens Migrationsminister Dirk Adams (Grüne).  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Wenn der Bund Menschen aus den griechischen Lagern aufnehme und nach Deutschland hole, sei Thüringen "gerne bereit, auch über das normale Maß - und das normale Maß ist der Königsteiner Schlüssel - hinaus Menschen aufzunehmen", sagte Adams der Deutschen Presse-Agentur.

Möglich sei dies vor allem durch freie Kapazitäten in der Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl. 

Nach Zahlen seines Ministeriums kamen zwischen dem 1. Januar und dem 18. Juni 742 Flüchtlinge nach Thüringen. 

Im vergangenen Jahr waren es bis 23. Juni 1580 Menschen - und damit etwa doppelt so viele.

Die Innenminister von Bund und Ländern hatten sich vergangene Woche darauf verständigt, dass bei der Verteilung der Flüchtlinge jene Bundesländer bevorzugt berücksichtigt werden können, die bereit sind, mehr Flüchtlinge aufzunehmen als über den Königsteiner Schlüssel vorgesehen wäre.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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