Polizei prüft mutmaßliches Foto von Polizisten ohne Abstand und Maske

Erfurt - Die Thüringer Polizei prüft ein Gruppenfoto vor dem Erfurter Dom, auf dem Polizisten mutmaßlich ohne ausreichend Abstand und ohne Masken zu sehen sind.

Ein mutmaßlicher Skandal beschäftigt die Polizei in Thüringen. Mehrere Beamte sollen auf einem Gruppenfoto ohne Masken und Abstand zu sehen sein. (Symbolbild)
Ein mutmaßlicher Skandal beschäftigt die Polizei in Thüringen. Mehrere Beamte sollen auf einem Gruppenfoto ohne Masken und Abstand zu sehen sein. (Symbolbild)  © Silas Stein/dpa

"Wir sind noch auf der Suche nach dem Originalfoto und wollen ganz sicher gehen", sagte der Sprecher der Landespolizeidirektion, Patrick Martin, am Dienstag. Zuvor hatte die "Thüringer Allgemeine" berichtet.

Das Bild soll am Samstag in Erfurt entstanden sein, als Hunderte Polizisten aus mehreren Bundesländern den Domplatz abriegelten, weil eine illegale Demonstration von Gegnern der Corona-Politik befürchtet wurde. Der Einsatz mit massiver Polizeipräsenz verlief ruhig.

Martin erläuterte, dass an dem Tag einige Beamte auch schwarze Masken trugen. Das Foto, das unter anderem in sozialen Medien verbreitet wurde, sei von schlechter Qualität. Daher wolle man auf dem Original prüfen, ob tatsächlich zu wenig Abstand eingehalten und keine Masken getragen worden seien.

Ersten Erkenntnissen zufolge handelt es sich Martin zufolge bei der Polizei-Einheit auf dem Foto wohl nicht um Polizisten aus Thüringen. Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, würden Konsequenzen geprüft

Update, 13.33 Uhr: Erste Erkenntnisse zu den Polizisten auf dem Foto

Nach Angaben der Thüringer Landespolizeidirektion handelte es sich um Polizisten der Bereitschaftspolizei Sachsen, die auf dem Foto posierten. Die sächsische Polizei habe volle Kooperation zugesagt, so Martin. Demnach soll ein Bericht erstellt und nach Thüringen geschickt werden.

Die Thüringer Polizei werde dann die nötigen Informationen an die Stadt Erfurt weiterreichen. Den Polizisten drohen Ordnungswidrigkeitsverfahren und Bußgeld.

Titelfoto: Silas Stein/dpa

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