Priorisierung bei AstraZeneca-Impfstoff bleibt vorerst bestehen

Erfurt - Bei den Corona-Impfungen in den Impfzentren will Thüringen den Impfstoff von AstraZeneca nach Angaben des Gesundheitsministeriums vorerst nicht komplett freigeben. Für das Vakzin sei mit den über 60-Jährigen bereits ein Teil der Priorisierungsgruppe 3 geöffnet worden, sagte eine Ministeriumssprecherin am Donnerstag.

In Thüringen bliebt die Priorisierung für den AstraZeneca-Impfstoff vorerst bestehen.
In Thüringen bliebt die Priorisierung für den AstraZeneca-Impfstoff vorerst bestehen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

"Solange wir sehen, dass es hier und in den höheren Altersgruppen dafür eine Nachfrage gibt, bleiben wir bei der bisherigen Reihenfolge", so die Sprecherin.

In Thüringen werden seit Mittwoch Termine für Impfungen mit AstraZeneca an den ersten beiden Mai-Wochenenden vergeben. Dabei werden Vorräte des Vakzins geimpft, die ursprünglich für Zweitimpfungen bei jüngeren Menschen vorgesehen waren.

Wegen sehr seltener Fälle von Blutgerinnseln (Thrombosen) soll der AstraZeneca-Impfstoff in Deutschland seit dem 31. März in der Regel nur noch bei Menschen ab 60 Jahren eingesetzt werden.

Jüngere können ihn auf Wunsch und nach ausführlicher ärztlicher Aufklärung aber dennoch erhalten.

Die für die Thüringer Impfzentren und regionalen Impfstellen zuständige Kassenärztliche Vereinigung verwies darauf, dass noch zahlreiche Menschen aus den Priorisierungsgruppen 1 und 2, die für eine Impfung mit AstraZeneca infrage kommen, auf Termine warten. Zudem würden demnächst keine AstraZeneca-Vorräte mehr für die zentralen Impf-Anlaufstellen geliefert.

Bis Donnerstag hatten in Thüringen 21,2 Prozent der Bevölkerung eine Erstimpfung erhalten, das sind rund 452.000 Menschen. Mehr als 182.800 Menschen sind bereits zum zweiten Mal gespritzt worden, das entspricht einem Bevölkerungsanteil von 8,6 Prozent.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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