Verdächtiger Transporter entdeckt: Plenarsaal nach MP-Wahl geräumt

Erfurt - Wegen einer geplanten Protestaktion der rechtsextremen Szene vor dem Thüringer Landtag hat sich die Vereidigung der neuen Minister am Mittwoch verzögert.

Der Plenarsaal musste nach der Wahl geräumt werden.
Der Plenarsaal musste nach der Wahl geräumt werden.  © Michael Reichel/dpa-Zentralbild/dpa

Nach Angaben eines Landtagssprechers wurde nach der Ministerpräsidentenwahl ein Transporter entdeckt, der an einer Außenwand des Plenarsaals in Erfurt stand. 

Die Polizei habe den Wagen durchsucht und zunächst sichergestellt, hieß es. Der Plenarsaal wurde für gut eine halbe Stunde geräumt. 

Wie ein Polizeisprecher sagte, gehörte der Transporter zu einer Gruppe, die erkennbar der Identitären Bewegung zugehörte. Diese Bewegung wird zum rechtsextremistischen Spektrum gezählt.

Die Gruppe habe ein Transparent entrollen wollen, sagte ein Polizeisprecher. Beamte hätten sie daran gehindert. 

Fahrer und Fahrzeug seien überprüft worden, die Polizei fuhr den Transporter anschließend weg. Aus Sicherheitsgründen sei der Plenarsaal geräumt worden. 

Den Angaben zufolge wurden zwei Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten aufgenommen. Laut Polizei hatte der Fahrer den Transporter durch einen Park am Landtag gesteuert.

Bodo Ramelow (re.) mit seinen vereidigten Ministern.
Bodo Ramelow (re.) mit seinen vereidigten Ministern.  © -/dpa

Titelfoto: Michael Reichel/dpa-Zentralbild/dpa

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