Ramelow macht ernst: Härtere Corona-Regeln in Thüringen

Thüringen/Berlin - Nach dem Corona-Gipfel am Mittwoch in Berlin will Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (64, Linke) die beschlossenen neuen Regeln auch im Freistaat umsetzen.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (64, Linke) mit Mund-Nasen-Bedeckung im Thüringer Landtag.
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (64, Linke) mit Mund-Nasen-Bedeckung im Thüringer Landtag.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

 "Das sind die Maßnahmen, auf die sich dann auch Thüringen wird einstellen müssen", sagte Ramelow nach dem Treffen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) am Mittwoch in Berlin. Die aktuelle Corona-Verordnung läuft im Freistaat noch bis Ende Oktober. 

Es werde Anpassungen geben, machte er klar, "aber immer abhängig vom Infektionsgeschehen." 

Der Linke-Politiker bezeichnete die Situation in der Corona-Pandemie als ernst. "Jetzt bin ich noch nicht so besorgt, dass ich denke, wir haben es in Thüringen nicht im Griff", sagte der 64-Jährige. 

Aber die Infektionszahlen würden auch in Thüringen steigen. Bei den Neuinfektionen pro Tag gebe es derzeit die höchsten Werte seit März/April - hier werde er "hellwach", so Thüringens Regierungschef.

Intensiv sei auch über das Beherbergungsverbot gesprochen worden. Thüringen lehnt ein solches Verbot bislang ab. Nach den Herbstferien soll das Thema gemeinsam neu bewertet werden. "Wir wollen sehen, wie unterschiedlich sich die Dinge entwickeln", erklärte Ramelow. 

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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