Nach Reichen-Bemerkung: Ramelow übt schwere Kritik an Linken-Parteichef

Erfurt - Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat Linken-Parteichef Bernd Riexinger nach dem Eklat um einen Diskussionsbeitrag auf dem Strategietreffen der Partei scharf kritisiert.

Bodo Ramelow kritisierte seinen Parteichef hart.
Bodo Ramelow kritisierte seinen Parteichef hart.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

"Hätte ich diesen Satz gehört, hätte ich sofort reagiert. Das hätte ich auch von Bernd Riexinger verlangt, er hätte nicht lax darauf reagieren dürfen", sagte Ramelow der TLZ.

Auf der Veranstaltung am vergangenen Wochenende in Kassel hatte eine Teilnehmerin gesagt: "Energiewende ist auch nötig nach 'ner Revolution. Und auch wenn wir das ein(e) Prozent der Reichen erschossen haben, ist es immer noch so, dass wir heizen wollen, wir wollen uns fortbewegen...".

Parteichef Bernd Riexinger hatte scherzhaft geantwortet: "Wir erschießen sie nicht, wir setzen sie schon für nützliche Arbeit ein."

Ramelow sagte weiter: "Gewaltandrohungen gehen gar nicht. So wie der Satz bei uns gefallen ist, hätte er nie unwidersprochen bleiben dürfen, egal bei welcher Veranstaltung er fällt."

Am Donnerstag wiederum löste der CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt im Bundestag bei der Linken Empörung aus. 

Über den Vorfall in Kassel sagte Hardt: "Mit dieser Haltung können Sie auch ein Konzentrationslager führen, das muss ich Ihnen ganz klar sagen. Davon müssen Sie sich schon ganz klar und eindeutig distanzieren."

Bernd Reiniger ist für seinen Aussage schwer in die Kritik geraten.
Bernd Reiniger ist für seinen Aussage schwer in die Kritik geraten.  © Carsten Koall/dpa

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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