Schluss mit den Corona-Maßnahmen! Ärzte aus Thüringen und Bayern fordern das Ende

Erfurt - Im südthüringisch-nordbayerischen Raum haben rund 50 Ärzte, Psychologen, Apotheker sowie weitere Beschäftigte im Gesundheitswesen in einem offenen Brief die Aufhebung aller staatlichen Anti-Corona-Maßnahmen gefordert.

Schluss mit den Corona-Maßnahmen: Das fordern rund 50 Beschäftige aus dem Gesundheitswesen aus Thüringen und Bayern in einem offenen Brief. (Symbolbild)
Schluss mit den Corona-Maßnahmen: Das fordern rund 50 Beschäftige aus dem Gesundheitswesen aus Thüringen und Bayern in einem offenen Brief. (Symbolbild)  © Peter Kneffel/dpa

Unter den Unterzeichnern des in einem Anzeigenblatt veröffentlichten Schreibens sind mehrere Beschäftigte des Klinikverbundes Regiomed mit Standorten in Thüringen und Bayern, wie das Unternehmen am Donnerstag auf Anfrage mitteilte.

Sie fordern in dem Brief, "die notwendigen Schutz- und Abwehrmaßnahmen in die Hände des Bürgers zu legen".

Kritik an dieser Aktion kam insbesondere von Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (52, Die Linke).

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"Es ist kontraproduktiv, wenn sich medizinisches Personal hinter Aufrufe stellt, alle Maßnahmen zu beenden und auf Eigenverantwortung zu setzen", sagte Werner am Donnerstag beim Thüringer Krankenhausforum in Erfurt.

Die Geschäftsführung distanziert sich

Die Geschäftsführung des Klinikverbundes distanzierte sich von den beteiligten Beschäftigten. Alle bei Regiomed Beschäftigten seien verpflichtet, "ihre Arbeit an den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen auszurichten sowie den Infektionsschutz und die vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen zu beachten und umzusetzen", erklärte sie.

Zu den Unterzeichnern des offenen Briefs zählt unter anderem der Chefarzt der Geriatrie bei Regiomed. Geriatrische Abteilungen und Kliniken behandeln alte Menschen - also jene Menschen, die in der Corona-Pandemie besonders gefährdet sind.

Landesweit am höchsten war die Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag in den Kreisen Sonneberg (1470,8) und Hildburghausen (1377,4).

Bundesweit stehen sie hier an fünfter (Sonneberg) und siebenter (Hildburghausen) Stelle.

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

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