Shoppen nach der Krise? Gibt es bald mehr verkaufsoffene Sonntage in Thüringen?

Von Annett Gehler

Erfurt - Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (66, SPD) hat Forderungen nach zusätzlichen Ladenöffnungszeiten an Sonntagen eine Absage erteilt.

Werden die Menschen in Zukunft öfter die Möglichkeit haben, sonntags einkaufen zu gehen? (Symbolfoto)
Werden die Menschen in Zukunft öfter die Möglichkeit haben, sonntags einkaufen zu gehen? (Symbolfoto)  © Moritz Frankenberg/dpa

Jeder Euro könne nur einmal ausgegeben werden, sagte der Minister der Deutschen Presse-Agentur. Dafür reichten die derzeit in Thüringen erlaubten vier verkaufsoffenen Sonntage pro Jahr neben den regulären Öffnungszeiten aus.

Um Einzelhändler und Innenstädte nach dem Corona-Lockdown zu unterstützen, verlangte die Südthüringer Industrie- und Handelskammer (IHK) eine Ausweitung auf bis zu sechs verkaufsoffene Sonntage mindestens in diesem und dem nächsten Jahr.

Auch die FDP-Landtagsfraktion forderte die rot-rot-grüne Landesregierung auf, rechtliche Voraussetzungen für weitere Öffnungen zu schaffen.

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Die CDU-Landtagsfraktion will an der Gesamtzahl von vier verkaufsoffenen Samstagen pro Jahr dagegen nicht rütteln - sieht aber dennoch Handlungsbedarf.

Aus Sicht der CDU braucht es nicht unbedingt einen besonderen Anlass - wie Feste oder Veranstaltungen - für einen verkaufsoffenen Sonn- oder Feiertag.

Die Einzelhändler vor Ort sollten darüber gemeinsam mit der Kommune entscheiden können, heißt es.

Titelfoto: Moritz Frankenberg/dpa

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