So viele Thüringer sind an Alzheimer erkrankt: Tendenz steigend

Erfurt - In Thüringen sind nach Angaben des Sozialministeriums rund 46.000 Menschen an Alzheimer erkrankt. 

Ein Klebezettel mit dem Schriftzug "Herd aus?" klebt als Erinnerung an einem Herd neben den Drehknöpfen (Symbolbild).
Ein Klebezettel mit dem Schriftzug "Herd aus?" klebt als Erinnerung an einem Herd neben den Drehknöpfen (Symbolbild).  © Jens Kalaene/ZB/dpa

Wie das Thüringer Ministerium anlässlich des Welt-Alzheimertages und der Woche der Demenz am Montag mitteilte, zeigt die Statistik eine stark steigende Tendenz. 

"Auch, weil in den vergangenen Monaten andere Themen die öffentliche Wahrnehmung stark überlagert haben, ist es in dieser Aktionswoche umso wichtiger, den Fokus auf die Betroffenen, ihre Angehörigen und Helfer zu richten", erklärte Sozialministerin Heike Werner (51, Linke).

Die Krankheit Alzheimer und die damit verbundenen Folgeerscheinungen seien Alltag für viele ältere Menschen und ihre Familien. Deshalb sei es wichtig, auch für Thüringen dauerhaft Unterstützungsnetzwerke in diesem Bereich aufzubauen. 

Als Beispiel nannte das Ministerium das Demenznetzwerk Thüringen. Es sei im November vergangenen Jahres basierend auf der nationalen Demenzstrategie der Bundesregierung gegründet worden.

Noch immer wüssten viele Betroffene nach der Krankheitsdiagnose nicht, wie sie damit umgehen sollten oder wer weiterhelfen könne. "Für solche Fragen gibt es im Freistaat mehrere Beratungsstellen, unter anderem die Alzheimer Gesellschaft Thüringen", so das Ministerium. 

Die Initiative berate nicht nur Betroffene und ihre Angehörigen, sondern sei auch eine zentrale Anlaufstelle für Demenznetzwerke vor Ort. 

Titelfoto: Jens Kalaene/ZB/dpa

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