Spiegelarche als Leuchtturmprojekt ausgezeichnet

Roldisleben - Mitten auf einem Feld in Roldisleben nahe Rastenberg (Thüringen) stehen zwei übereinander gestapelte Seecontainer, umhüllt von großen Spiegeln. Das architektonische Projekt, die sogenannte Spiegelarche, ist ein echter Besuchermagnet.

Die Spiegelarche steht auf einem Feld im thüringischen Roldisleben nahe Rastenberg.
Die Spiegelarche steht auf einem Feld im thüringischen Roldisleben nahe Rastenberg.  © Christian Rüdiger, Archiv

Dieses Bauwerk ist alles, außer gewöhnlich. Vielleicht oder auch gerade deshalb lockte die Spiegelarche seit Sommer rund 4000 Schaulustige in das beschauliche Roldisleben nordöstlich von Erfurt.

Trotz der kalten Jahreszeit dürfte in den nächsten Wochen und Monaten wohl der ein oder andere Besucher hinzukommen, denn die modischen Container werden aufgrund ihres jüngsten Erfolges wohl noch mehr Aufmerksamkeit als ohnehin schon bekommen.

Das ungewöhnliche Gebilde wurde im Wettbewerb "The Power of the Arts" als eines von zehn Leuchtturmprojekten mit Vorbildcharakter ausgezeichnet.

"Die Spiegelarche in Roldisleben (Thüringen) schafft einen Ort der Begegnung zwischen Himmel und Erde im Zeichen der Kunst; er steht für Offenheit, Toleranz und Neugierde", urteilte die Jury auf der Internetseite von The Power of the Arts.

Experimente beim Fotografieren und eine stolze Fördersumme

"Der Raum präsentiert sich immer anderes. Je nach Tageszeit und Helligkeit verändert sich die Arche natürlich. Weil sich die Natur in Szene setzt, können die Menschen beim Fotografieren extrem experimentieren", erklärte Anwohnerin Annette Barnett damals gegenüber TAG24.

Die Landschaftsarchitektin ist gleichzeitig eine Förderin des Projektes. Über ihr Grundstück gelangt man unter anderem zur Arche (TAG24 berichtete).

Neben der Auszeichnung gibt es für das Projekt obendrauf noch eine Fördersumme von 20.000 Euro - die bereits verplant ist. Beispielsweise für eine geplante Ausstellung des renommierten Künstlers Fabian Knecht.

Diese soll Ende April eröffnet werden und den Besuchern einen neuen Blick auf die Umgebung und sich selbst zeigen.

Unterstützt wird die Spiegelarche unter anderem von der Förderinitiative Ländliche Entwicklung in Thüringen (ELER) und der Regionalen Aktionsgruppe Sömmerda-Erfurt (RAG). Das Projekt ist auf fünf Jahre angelegt. Danach verschwindet das Bauwerk wieder.

Titelfoto: Christian Rüdiger, Archiv

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