Thüringenpokal: Jena und Erfurt souverän weiter, Drama um Ex-Leipzig-Star Kammlott

Meuselwitz - Drama, Spannung und ungefährdete Siege: Die Achtelfinals im Thüringenpokal hatten einiges zu bieten.

v. l. Fabian Eisele, Rene Eckardt, Theodor Bergmann und Justin Schau jubeln nach dem Kopfballtor von Eckardt zum 0:3 gegen Meuselwitz.
v. l. Fabian Eisele, Rene Eckardt, Theodor Bergmann und Justin Schau jubeln nach dem Kopfballtor von Eckardt zum 0:3 gegen Meuselwitz.  © Imago/Matthias Koch

Der Ball in Thüringen rollt endlich wieder! Nach einer Corona-bedingten Zwangspause von über sieben Monaten standen am gestrigen Sonntag die Achtelfinals im Thüringepokal an.

Das Fazit: Die Underdogs überraschten und die großen Favoriten aus Jena und Erfurt zogen souverän ins Viertelfinale ein.

Der FC Carl Zeiss Jena hat das vorweggenommene Endspiel klar für sich entschieden. Die Männer von Dirk Kunert (53) setzten sich beim Ligakonkurrenten ZFC Meuselwitz klar und deutlich mit 5:0 durch. Stürmer Fabian Eisele hatte die Gäste nach einem schönen Zuspiel von Kevin Wolf in der 33. Minute in Führung gebracht.

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Dass die Partie nicht umkämpfter wurde, lag auch daran, dass die an Meuselwitz ausgeliehene FCC-Leihgabe Felix Müller in Minute 37 vom Elfmeterpunkt an Jena-Schlussmann Sedlak scheiterte. Von da an spielten die Jenaer ihre ganze Klasse aus und demütigten die Gastgeber.

Maximilian Oesterhelweg eröffnete den Torreigen in Halbzeit zwei mit einem schönen Schuss aus 20 Metern (52.). Der eingewechselte Rene Eckardt traf in Minute 81 per Kopf gegen seinen zukünftigen Arbeitgeber. Oesterhelweg (83.) und Lucas Stauffer (90.) setzten die Schlusspunkte vor 1265 Zuschauern in der Meuselwitzer bluechip-Arena.

"Ich bin hochzufrieden, dass wir das Spiel gewonnen haben. Das 1:0 hat uns sicherer gemacht. Entscheidend war, dass wir den Elfmeter halten. Nach dem Wechsel haben wir das dann sehr gut gemacht", erklärte Kunert nach dem Spiel.

Elfmeter-Drama verhindert Jena gegen Kammlott-Duell

Im Viertelfinale bekommen es die Männer aus den Kernbergen mit Oberligist Wacker Nordhausen zu tun. Die Harzer setzten sich in einem echten Krimi mit 9:8 nach Elfmeterschießen gegen Blau-Weiß 91 Bad Frankenhausen durch.

Das Team von Philipp Seeland führte nach 53 Minuten bereits mit 2:0 (Schwerdt, 37./53.) - die Weichen waren klar auf Sieg gestellt, dann kam Frankenhausen zurück. Der eingewechselte Teske (63./94.) und Ex-RWE- und RB-Leipzig-Star Carsten Kammlott (69.) brachten die Mannschaft von Silvio Beer zurück.

In der Verlängerung führte die Mannschaft aus der Thüringenliga bis in die Nachspielzeit, ehe Knopp Sekunden vor Schluss den Ausgleich erzielte (3:3/120.). Im Elfmeterschießen hatte Wacker dann das Können aber auch das nötige Glück, weil mit Rother und Schneegaß zwei Frankenhäuser vom Punkt scheiterten.

RWE lässt keine Zweifel aufkommen

Das Viertelfinale im Blick: RWE-Coach Goran Miscevic (58) und Spieler Artur Mergel stehen nach einem deutlichen 3:0 im Viertelfinale des Thüringer Landespokals.
Das Viertelfinale im Blick: RWE-Coach Goran Miscevic (58) und Spieler Artur Mergel stehen nach einem deutlichen 3:0 im Viertelfinale des Thüringer Landespokals.  © imago/Karina Hessland

Oberligist FC Rot-Weiß Erfurt hat sich gegen Siebtligist BSG Chemie Kahla keine Blöße gegeben. Das Team von Trainer-Duo Rost und Miscevic fuhr einen ungefährdeten 3:0 Erfolg ein. In der Runde der letzten Acht müssen es die Rot-Weißen mit dem FC An der Fahner Höhe aufnehmen.

In den weiteren Begegnungen setzte sich Büßleben nach Verlängerung mit 5:3 gegen Neustadt/Orla durch. Der FC Thüringen Jena steht erstmals nach einem deutlichen 4:1 gegen den SV 09 Arnstadt im Viertelfinale.

Landesligist DJK SG Struth rang Oberligaverein FC Einheit Rudolstadt mit 3:2 nach Verlängerung nieder. Siebtligist FC Saalfeld präsentierte sich im Torrausch und fertigte den SC 03 Weimar mit 6:0 ab.

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Die Viertelfinals im Überblick:

FC An der Fahner Höhe vs. FC Rot-Weiß Erfurt

FC Saalfeld vs. DJK SG Struth

FSV Wacker 90 Nordhausen vs. FC Carl Zeiss Jena

FC Thüringen Jena vs. SV BW Büßleben

Gespielt wird am 23. Juni.

Titelfoto: Imago/Matthias Koch

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