Sprengstoff im Backofen gelagert? Spürhund und Spezialkräfte bei Großeinsatz in Apolda

Apolda - In Apolda ist es am Montag zu einem Großeinsatz der Polizei mit einem Spürhund gekommen. Ein Mann soll Sprengstoff in seiner Wohnung gelagert haben. 

Einsatzkräfte in Apolda.
Einsatzkräfte in Apolda.  © Thüringen 112/Fabian Peikow

Gegen 12 Uhr erhielt die Polizei von einem Zeugen den Hinweis, dass ein 38-Jähriger in seiner Wohnung Sprengstoff herstellen würde und diesen im Backofen gelagert habe, erklärte ein Sprecher der Landespolizeiinspektion Jena auf Nachfrage. 

Die Beamten gingen dem Hinweis nach und rückten mit einem Großaufgebot am Einsatzort an. Unter anderem waren Spezialisten des Landeskriminalamtes und ein Sprengstoffspürhund mit dabei. 

Mehrere anliegende Wohnungen im Steinweg und der Ritterstraße wurden von der Polizei vorsorglich evakuiert. Im Anschluss betraten die Einsatzkräfte mit dem Spürhund die Wohnung des Mannes und fanden im Backofen mehrere Bleche mit einer weißen Substanz. 

Laut eigener Aussage des 38-jährigen Bewohners der Unterkunft habe es sich bei der weißen Substanz um eine hochexplosive Mischung aus Wasserstoff und Aceton gehandelt. Konkret soll es sich um Triaceton-Triperoxid gehandelt haben, so ein Sprecher.

Von dem Mann ging während des Einsatzes keine Gefahr aus. Er war zu diesem Zeitpunkt im Krankenhaus gewesen und wurde dort geschlossen untergebracht. Weitere Details nannte die Polizei dazu nicht.  

Im Anschluss wurde die Substanz fachmännisch abtransportiert und kontrolliert abgebrannt. 

Gegen 22 Uhr war der Einsatz dann vorbei und die Anwohner konnten wieder zurück in ihr Zuhause. 

Titelfoto: Thüringen 112/Fabian Peikow

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