Staatsschutz ermittelt nach Angriff auf Pfarrer in Apolda

Apolda - Bei der zentralen Gedenkfeier zum Volkstrauertag wurde am Sonntag in Apolda an die Opfer von Krieg und Gewalt erinnert. Im Anschluss kam es auf dem Friedhof zu einem Übergriff auf einen Pfarrer. Nun ermittelt der Staatsschutz.

Eine Rose liegt auf einem Grabstein auf dem Friedhof in Apolda.
Eine Rose liegt auf einem Grabstein auf dem Friedhof in Apolda.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Der Superintendent des Kirchenkreises Apolda-Buttstädt habe nach der zentralen Feier Thüringens - bei der auch Ministerpräsident Bodo Ramelow (64, Linke) zu Gast war - eine etwa 20-köpfige Gruppe mit seinem Smartphone gefilmt.

Die Personen sollen wohl einen Kranz am deutschen Gräberfeld niedergelegt haben. Weil die Truppe dem Geistlichen jedoch komisch vorkam, habe er die Aufnahmen gemacht, erklärte ein Sprecher der Landespolizeidirektion

Durch die Mitschnitte habe sich die Gruppe wohl provoziert gefühlt. Daraufhin sei der Pfarrer angegriffen und verletzt worden. Im Anschluss sei ihm sein Handy abgenommen und Dateien darauf gelöscht worden.

Ermittelt werde nun wegen Körperverletzung, Nötigung und Bedrohung. "Wir haben eine Ermittlungsrichtung", sagte ein Polizeisprecher. Weitere Details etwa über einen möglichen politischen Hintergrund wurden nicht genannt. 

Der betroffene Pfarrer soll noch vernommen und auch sein Handy untersucht werden, heißt es.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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