Sterblichkeit in Thüringen Mitte Februar auf bundesweitem Höchstwert

Erfurt - Mitte Februar sind in Thüringen mit Blick auf die Bevölkerungszahl die meisten Menschen im Ländervergleich gestorben.

Im Ländervergleich verzeichnete Thüringen Mitte Februar, mit Blick auf die Bevölkerungszahl, die höchste Sterblichkeit. (Symbolbild)
Im Ländervergleich verzeichnete Thüringen Mitte Februar, mit Blick auf die Bevölkerungszahl, die höchste Sterblichkeit. (Symbolbild)  © 123 RF/kzenon

In der Woche vom 15. bis 21. Februar - dem letzten Zeitraum, für den auf Länderebene Zahlen vorliegen - starben in Thüringen insgesamt 686 Menschen, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte - darunter 114 mit oder durch Corona. Damit lag die Übersterblichkeit acht Prozent über dem Durchschnitt der vier vergangenen Jahre.

Abgesehen vom Saarland (ebenfalls acht Prozent) lag die Zahl der Sterbefälle in allen anderen Bundesländern dagegen im Bereich des Durchschnitts der Vorjahre oder darunter.

Dass die Zahl der Sterbefälle deutschlandweit zurückgeht, führt das Statistische Bundesamt auf eine ungewöhnlich milde Grippesaison zurück: Die Aktivität der zu dieser Jahreszeit üblichen Atemwegserkrankungen sei auf einem vorher nie erreichten niedrigen Niveau. Das gelte gerade im Vergleich mit den Jahren 2017 und 2018, die durch starke Grippewellen gezeichnet waren.

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So hätten die Sterbefallzahlen trotz der Corona-Pandemie unter den Durchschnitt der Vorjahre fallen können.

Zahl der Corona-Todesfälle leicht zurückgegangen

Bundesweit lässt sich dieser Trend bis Mitte März zurückverfolgen. Demnach sind in ganz Deutschland in der zweiten Märzwoche insgesamt zwölf Prozent weniger Menschen als im Vergleichszeitraum gestorben.

Die Zahl der Corona-Todesfälle, die sich bis Ende Februar berechnen lässt, ging ebenfalls zurück: Nach den jüngsten Hochrechnungen starben in der letzten Februarwoche bundesweit 1493 Menschen mit oder durch Corona, das waren 386 Tote weniger als in der Vorwoche.

Insgesamt liegt die Zahl der Sterbefälle in diesem Jahr allerdings immer noch vier Prozent über dem Durchschnitt der Vorjahre.

Titelfoto: 123 RF/kzenon

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