Streik: Pflegekräfte machen auf dramatische Situation im Gesundheitswesen aufmerksam

Erfurt - Rund 100 Beschäftigte aus Krankenhäusern, Pflege- und anderen Gesundheitseinrichtungen haben am Mittwoch in Erfurt auf die aus ihrer Sicht dramatische Lage im Gesundheitswesen hingewiesen.

Beschäftigte aus Krankenhäusern, Pflege- und anderen Gesundheitseinrichtungen protestieren vor dem Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und wollen auf die dramatische Lage im Gesundheitswesen aufmerksam machen.
Beschäftigte aus Krankenhäusern, Pflege- und anderen Gesundheitseinrichtungen protestieren vor dem Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und wollen auf die dramatische Lage im Gesundheitswesen aufmerksam machen.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Die Demonstranten versammelten sich zunächst am Ministerium für Gesundheit und Soziales, wo sie mit Ministerin Heike Werner (52, Linke) ins Gespräch kamen, wie Verdi-Gewerkschaftssekretär Philipp Motzke sagte. Anschließend zogen sie zu einer Kundgebung vor den Landtag.

Motzke zeigte sich mit der Zahl der Beteiligten "sehr zufrieden". Die Gewerkschaft hatte bundesweit zu kleineren Demonstrationen aufgerufen. Anlass war die Konferenz der Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Mittwoch.

Die Gewerkschaft beklagt, dass in der Altenpflege das Problem der vielerorts gezahlten Niedriglöhne ebenso ungelöst bleibe wie der Personalmangel.

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Mit den aktuellen Gesetzesinitiativen zur Bezahlung nach Tariflohn würden etliche Schlupflöcher geschaffen. Bundesweit einheitliche und verbindliche Personalvorgaben seien weiter nicht in Sicht.

Bei den Beschäftigten der Krankenhäuser kämen dringend erforderlichen Verbesserungen ebenfalls nicht an.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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