Thüringen bleibt schlimmste Corona-Region in ganz Deutschland

Erfurt - In Thüringen ist die Corona-Situation weiterhin angespannt.

Ein Hinweisschild auf die Maskenpflicht steht am Marktplatz in der Innenstadt von Greiz. In Thüringen sind die Inzidenzzahlen im bundesweiten Vergleich weiter am höchsten.
Ein Hinweisschild auf die Maskenpflicht steht am Marktplatz in der Innenstadt von Greiz. In Thüringen sind die Inzidenzzahlen im bundesweiten Vergleich weiter am höchsten.  © Bodo Schackow/dpa

Aktuell sind rund 30 Prozent der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt. Um die Situation in den Krankenhäusern zu entspannen, müsse dieser Anteil deutlich unter 20 Prozent gesenkt werden, hieß es am Montag in der täglichen Mitteilung der Staatskanzlei.

Von den landesweit 619 Intensivbetten seien derzeit noch 115 frei. Aktuell befinden sich 186 Patienten in intensivmedizinischer Behandlung.

Thüringen hat weiterhin bundesweit die höchste Zahl an Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage. Der Wert lag am Montag dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge immer noch bei rund 274.

Von Sonntag auf Montag wurden 338 Neuinfektionen im Freistaat gemeldet. Damit stieg die Gesamtzahl der Infizierten seit Beginn der Pandemie auf 57.594. Insgesamt hat Thüringen bislang 1639 Menschen die an oder mit Covid-19 gestorben sind, zu verzeichnen. Mehr als 23.410 Menschen wurden bis jetzt geimpft.

Aufgrund der hohen Werte müssen sich die Thüringer wohl noch eine ganze Weile mit massiven Freiheitseinschränkungen abfinden.

Vor wenigen Tagen sprach sich Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (64, Linke) mit den Worten "Ich merke, dass bei mir in Thüringen gerade die Hütte brennt", gegen Lockerungen aus (TAG24 berichtete).

Titelfoto: Bodo Schackow/dpa

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