Schutzzeitraum abgelaufen: Thüringen bereitet dritte Corona-Impfung vor

Erfurt - Die Delta-Variante des Coronavirus greift auch in Deutschland um sich - wenn auch noch nicht so heftig wie in manch anderem Land. Eine Auffrischungsimpfung soll besonders gefährdete Menschen schützen.

Besonders schutzbedürftige Menschen könnten bald zum dritten Mal mit dem Impfstoff von BioNTech/Pfizer gegen das Coronavirus geimpft werden.
Besonders schutzbedürftige Menschen könnten bald zum dritten Mal mit dem Impfstoff von BioNTech/Pfizer gegen das Coronavirus geimpft werden.  © Daniel Karmann/dpa

Thüringen stellt sich auf Corona-Auffrischungsimpfungen bei besonders gefährdeten Personengruppen ein. Mit Blick auf die Impfauffrischung solle die Zahl der mobilen Impfteams ab September auf 25 aufgestockt werden, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Montag.

"Allerdings fehlt noch eine verlässliche Empfehlung der Ständigen Impfkommission." In einer Konferenz hatten sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Montag nach Angaben von Thüringens Ressortchefin Heike Werner (52, Linke) auf die Auffrischungen unter anderem in Pflegeeinrichtungen, für zu Hause lebende Pflegebedürftige und Menschen mit Immunschwäche verständigt.

Damit sei ein früherer Beschluss bekräftigt worden, sagte Werner nach der Konferenz.

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Hintergrund ist die um sich greifende Delta-Variante des Coronavirus, die als sehr viel ansteckender gilt. Für die Menschen, die Ende Dezember oder Anfang Januar ihre Erst- und etwa drei Monate später ihre Zweitimpfung erhalten hätten, beginne der auf sechs Monate geschätzte Impfschutz abzulaufen, erklärte Werner.

"Im Zuge der Auffrischungen werden wir auch den bisher noch nicht geimpften Pflegebedürftigen und Pflege-Beschäftigten ein Impfangebot machen." Impfstoff sei "genügend vorhanden", heißt es.

Um darüber die Impfquote zu erhöhen, plant der Freistaat voraussichtlich zu Beginn des neuen Schuljahres weitere sogenannte Familienimpftage.

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

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