Thüringen bereitet sich auf Schweinepest vor

Erfurt - Seit die Afrikanische Schweinepest Deutschland erreicht hat, fürchten Bauern in Thüringen auch einen Ausbruch hierzulande. Mit einer Übung will sich der Freistaat vorbereiten - und testen, wie gut die ausgearbeiteten Pläne funktionieren.

Ein Wildschwein läuft über eine Straße. Wegen der Schweinepest werden die Tiere häufiger gejagt (Symbolfoto).
Ein Wildschwein läuft über eine Straße. Wegen der Schweinepest werden die Tiere häufiger gejagt (Symbolfoto).  © Paul Zinken/dpa

Mit einer groß angelegten Tierseuchenschutzübung will sich Thüringen auf die näher kommende Afrikanische Schweinepest vorbereiten. Bei der Übung wird der Ausbruch der Krankheit in sechs Landkreisen simuliert, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums im Vorfeld sagte. 

Dabei werde man zunächst von sechs aufgefundenen toten Wildschweinen ausgehen, die alle positiv auf den Erreger getestet wurden.

Landesweit sollen alle Veterinärämter mit einbezogen werden. Unter anderem soll nach weiteren toten Tieren gesucht, spezielle Transporte für die betroffenen Kadaver organisiert und Reinigungskonzepte erprobt werden. Auch Absperrmaßnahmen seien vorgesehen. 

Zudem soll ein Krisenstab im Landesamt für Verbraucherschutz seine Arbeit aufnehmen und ein zentrales Lagebild erstellen. Die Übung soll noch bis Donnerstag laufen.

Die Afrikanische Schweinepest ist in Deutschland bislang nur in Brandenburg nachgewiesen worden. Gegen die Krankheit gibt es derzeit keinen Impfstoff. 

Die Tiere leiden an unterschiedlichen Symptomen wie hohem Fieber oder Atemproblemen und sterben in der Regel innerhalb weniger Tage. 

Für den Menschen ist die Krankheit ungefährlich.

Titelfoto: Paul Zinken/dpa

Mehr zum Thema Thüringen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0