Thüringen: Corona-Inzidenz steigt an, erster Landkreis muss womöglich Regeln verschärfen

Erfurt - In Thüringen nähert sich die Corona-Inzidenz der 30er Marke.

In Thüringen ist die Corona-Situation im Vergleich zu den deutschlandweiten Zahlen noch relativ entspannt.
In Thüringen ist die Corona-Situation im Vergleich zu den deutschlandweiten Zahlen noch relativ entspannt.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Laut Robert Koch-Institut (RKI) ist der Wert am heutigen Samstag auf 28,9 geklettert. Einen Tag zuvor hatte die Inzidenz bei rund 27 gelegen. Damit ist Thüringen nach Sachsen-Anhalt (22,7) und Sachsen (26,6) immer noch das Bundesland mit dem drittniedrigsten Wert an Neuinfektionen.

Nach einer Übersicht des Thüringer Gesundheitsministeriums am Samstag weißt die kreisfreie Stadt Suhl mit 65,9 die höchste Inzidenz auf. Unter den Thüringer Landkreisen war wiederum die Region Hildburghausen mit einem Wert von 55,9 der Kreis mit dem höchsten Infektionswert.

In Hildburghausen war am Freitag erstmals auch der für Corona-Einschränkungen mit entscheidende Inzidenzwert bei Krankenhauseinweisungen wegen oder mit dem Coronavirus von 4,0 überschritten worden.

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Sollte dieser Wert drei Tage hintereinander überschritten werden, muss der Landkreis nach den Thüringer Corona-Regelungen gegensteuern.

Bei der Entscheidung über pandemiebedingte Einschränkungen wird im Freistaat außerdem der prozentuale Anteil intensivmedizinisch behandelter Covid-19-Patienten an der Gesamtzahl der betreibbaren Intensivbetten in Thüringen herangezogen.

Aktuell ist die Corona-Situation in Thüringen noch entspannt

Am Samstag wurden laut Intensivbettenregister im Freistaat 12 Corona-Kranke auf Intensivstationen behandelt, acht mussten beatmet werden. Aktuell betreibbar waren 645 Intensivbetten.

Titelfoto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

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