Trauriger Spitzenreiter: Kreis Sonneberg Deutschlands Corona-Hotspot Nummer 1!

Sonneberg - Thüringen nimmt in der Corona-Pandemie weiter eine unrühmliche Spitzenposition ein.

Blick auf das Rathaus in Sonneberg. Der Landkreis hat im bundesweiten Vergleich die höchste Inzidenz.
Blick auf das Rathaus in Sonneberg. Der Landkreis hat im bundesweiten Vergleich die höchste Inzidenz.  © Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

Laut Zahlen des Robert-Koch-Institut (RKI) ist der Landkreis Sonneberg das am stärksten von der Pandemie betroffene Gebiet in Deutschland. Zum Wochenbeginn am heutigen Montag liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei 433, wie das RKI mitteilte.

Auf den Plätzen zwei und drei rangieren mit dem Landkreis Greiz (396,3) und dem Saale-Orla-Kreis (392,2) weitere Regionen aus Thüringen. Platz vier belegt der sächsische Landkreis Zwickau mit einer Inzidenz von 377,5.

Das Infektionsgeschehen in der fränkisch geprägten Region im Süden Thüringens hat in den vergangenen Wochen deutlich an Fahrt aufgenommen. Vor einem Monat lag die Inzidenz dort noch bei rund 100. Allerdings führten vermehrte Corona-Fälle in Schulen, Kindergärten und Seniorenheimen zu einem rasanten Anstieg der Zahlen.

Aus diesem Grund hat das Landratsamt inzwischen eine neue Allgemeinverfügung mit noch härteren Regeln verabschiedet. Diese soll bis 30. April 2021 gelten.

Thüringen kämpft weiter mit hohen Fallzahlen

Neben den aktuellen Problemlandkreisen bleibt die Corona-Situation auch für ganz Thüringen angespannt. Nach Angaben des Thüringer Gesundheitsministeriums liegt die Inzidenz am heutigen Montagmorgen bei 245,8. Vor sieben Tagen lag der Wert noch bei 228. Für ganz Deutschland gab das RKI eine Inzidenz von 165,3 an.

Seit Pandemiebeginn im März 2020 sind 3645 Thüringer, die mit dem Coronavirus infiziert waren, gestorben. Die Zahl der bestätigten Fälle beläuft sich inzwischen auf insgesamt 107.955 Menschen. Als genesen gelten 94.520.

Von Sonntag zum Montag (0 Uhr) meldeten die Gesundheitsämter im Freistaat 274 Neuinfektionen, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Diese Zahlen sind jedoch mit Vorsicht zu betrachten, weil über das Wochenende nicht alle Ämter ihre neuen Fälle vollständig melden.

Titelfoto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

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