Thüringen: Hier droht die Corona-Situation kritisch zu werden

Arnstadt - Angesichts zunehmender Neuinfektionen droht im Ilm-Kreis nach Einschätzung des Landratsamtes eine Zuspitzung der Corona-Situation

Nach den Neuinfektionen vom Freitag und Samstag drohe die Überschreitung der kritischen Marke von 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. (Symbolbild)
Nach den Neuinfektionen vom Freitag und Samstag drohe die Überschreitung der kritischen Marke von 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. (Symbolbild)  © 123RF/Kateryna Kon

Nach den Neuinfektionen vom Freitag und Samstag drohe die Überschreitung der kritischen Marke von 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, warnte die Kreisverwaltung am Samstag. 

"Aktuell haben wir 209 bestätigte Fälle. Allein in den vergangenen 24 Stunden kamen elf hinzu", teilte Amtsärztin Renate Koch mit. 

Neben Ausbrüchen in mehreren Gemeinschaftseinrichtungen bereiteten ihr Fälle im Umkreis von privaten Veranstaltungen Sorge. Den kritischen Wert von 35 Fällen je 100.000 Einwohner hat das Berliner Robert-Koch-Institut festgelegt.

Wegen eines Corona-Ausbruchs waren vor wenigen Tagen eine Wohnstätte und eine dazugehörige Werkstatt in Arnstadt vorläufig geschlossen worden, betroffen von der Schließung sind 200 Beschäftigte der Werkstatt und 48 Bewohner der drei Wohngruppen. 

Auch aus der Technischen Universität Ilmenau, einem Kindergarten, einer Pflegeeinrichtung und einer Schule wurden Fälle gemeldet. Das Gesundheitsamt appellierte eindringlich, sich noch sorgfältiger an den Infektionsschutz zu halten und vor allem einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Nur so könne eine Ausbreitung des Virus im gesamten Kreis verhindert werden.

Derzeit sei das Gesundheitsamt vor allem mit Pflegeeinrichtungen im Gespräch, um sie für das Risiko eines Ausbruchs zu sensibilisieren. 

Die Menschen sollten abwägen, ob Angehörigenbesuche in Pflegeheimen aufschiebbar seien und oder private Feiern später nachgeholt werden könnten, mahnte das Landratsamt.

Titelfoto: 123RF/Kateryna Kon

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