Thüringen rechnet mit 125.000 Impfdosen zum Start

Thüringen - Für den Start der Corona-Impfung kann Thüringen nach Einschätzung von Gesundheitsministerin Heike Werner (51, Linke) zunächst mit etwa 125.000 Impfdosen rechnen, sobald ein Impfstoff auf dem Markt ist.

Sobald ein Impfstoff auf dem Markt ist, könnten zu Beginn etwa 60.000 Menschen in Thüringen gegen das Coronavirus geimpft werden. (Symbolbild)
Sobald ein Impfstoff auf dem Markt ist, könnten zu Beginn etwa 60.000 Menschen in Thüringen gegen das Coronavirus geimpft werden. (Symbolbild)  © Martin Schutt/ZB/dpa

Dies sei eine vorläufige Prognose, die sich jederzeit ändern könne, sagte Werner am Dienstag in Erfurt. Damit könnten etwa 60.000 Menschen mit den zwei erforderlichen Einzelimpfungen versorgt werden.

Angesichts des Impfbedarfs allein bei Beschäftigen in Krankenhäusern, Rehakliniken und Pflegeheimen sowie bei Pflegedürftigen zeigt sich Werner zufolge, dass die Festlegung einer Rangfolge bei Impfwilligen nötig sei.

Diese Gruppen sind als vorrangig zu impfende Gruppen im Gespräch, eine endgültige Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) dazu steht noch aus.

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) geht von einem Impfstart für Thüringen im Januar aus, wie Geschäftsführer Sven Auerswald ergänzte.

Die KV baut im Auftrag des Landes derzeit 29 Impfzentren flächendeckend für Thüringen auf, zudem sollen zehn mobile Teams für den Einsatz in Pflegeheimen gebildet werden. Sie sollen Mitte Dezember einsatzbereit sein.

Die Kosten des Landes für Impfzubehör wie Kanülen und Spritzen, Kühlmöglichkeiten und Impfstellen bezifferte Werner auf 25 Millionen Euro, die Impfstoff-Beschaffung laufe zentral über den Bund.

Der US-Pharmakonzern Moderna und die Mainzer Firma Biontech gemeinsam mit der US-Firma Pfizer haben die Zulassung für die von ihnen entwickelten Impfstoffe in der EU beantragt.

Titelfoto: Martin Schutt/ZB/dpa

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